Dienstag, 1. März 2016

Wenn Kummer an die Nieren geht!

Egal ob in der Schule oder im Kindergarten – im Moment sind viele Kinder – aber auch Erwachsene - krank. Etliche leiden unter einem starken Husten – nur wenige denken dabei an eine Pollenallergie oder daran, dass auch psychosomatische Ursachen dahinter stecken können.

Das ist mein Stichwort: Was steckt hinter einer Krankheit? Ein spannendes Thema, mit dem ich mich viel beschäftige. Der Dichter Christian Morgenstern hat es so ausgedrückt: ‚Der Körper ist der Übersetzer der Seele ins Sichtbare!’ Besser kann man es nicht sagen, wie ich finde.

Kinder haben oft Bauchschmerzen – aus Angst – und Kopfschmerzen – aus Überforderung. Das wissen viele. Doch habt ihr auch schon einmal darauf geachtet, dass uns bekannte Weisheiten in dieser Hinsicht weiterhelfen können? Diese zum Beispiel: Angst schnürt die Kehle zu, Kummer geht an die Nieren, wir haben die Nase voll, uns läuft die Galle über oder eine Laus über die Leber. 

Bauchweh oder Durchfall bei Kindern vor dem Kindergarten- oder Schulbesuch weisen oft auf psychosomatische Gründe hin. Ist die Seele krank, erkrankt auch der Körper. 

Es wäre wünschenswert, wenn die Ärzte – und das nicht nur bei Kindern – nach dem seelischen Hintergrund fragen würden. Das setzt voraus, dass sie den Patienten ganzheitlich betrachten und nicht nur die organische Ursache sehen und behandeln. Jede Erkrankung kann sowohl einen biologischen, als auch psychischen oder sozialen Hintergrund haben. Deshalb sollten immer alle drei Möglichkeiten in Betracht gezogen werden. 

patienten-0008.gif von 123gif.de Download & GrußkartenversandSo kann ein Beinbruch eine rein körperliche Erkrankung sein. Das Kind ist halt unglücklich gestürzt. Dennoch kann man schauen, ob es dadurch vielleicht unbewusst sagen möchte: ‚Ich will nicht zur Schule gehen’. Vielleicht wird mein Kind an der Schule gemobbt und der Beinbruch ist sein Schrei nach Hilfe. Also im übertragenen Sinn: Ich will nicht mehr gehen - jetzt kann ich nicht mehr gehen!

Das ist ziemlich quer gedacht, ich weiß. Es schadet aber dennoch nicht, mal genauer hinzuschauen.

 

Kommentare:

  1. Liebe Martina
    ich kann deinem Beitrag nur zustimmen, allerdings ist das viel leichter gesagt als getan. In dieser Hektik, Doppelbelastung, Arbeit Kind- Kinderhort- Schule - Hausarbeit allgemein, da bleiben leider die Bedürfnisse der Kinder immer mehr auf der Strecke. Auch bei den Arztbesuchen bekommt man nur mehr eine knappe Zeit eingeräumt, schnell Symptome abklären,Medikamente verschreiben und ab zum nächsten Patienten. Wenn ich mir überlege, wie jetzt die Arztpraxen überfüllt sind, ist der Stress auch vorprogrammiert.
    Es wäre wünschenswert, wenn ein Familienmitglied sich so richtig auf den anderen einlassen würde bzw. Zeit dazu hat.
    Ich wünsche dir einen gemütlichen Tag
    Lg aus dem verschneiten Österreich.
    Sadie

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  2. Liebe Martina ,
    das kann ich nur bestätigen , also nicht zur derzeitigen Hustenlage , aber allgemein .
    Ich werd vor Angst auch kränklich . Dann gibt es aber auch die unbewussten Dinge .
    Zumindest meint man , es sei alles okay . So eine Phade hatte ich vor 3 Jahren .
    Eigentlich ging es mir gut , den bissel Stress nach Umzug und Knatsch in der
    Familie , hakte ich als normal ab . In der Zeit war ich dauernd krank und mir passierte
    so einiges . Ja gut , war so , dachte ich . Bis eine Freundin meinte , ich solle mal für
    mein Seelenleben was gutes machen . Hä ? Na sie erlebte mich . Ich merkte garnicht ,
    das ich unzufrieden rüberkam . Und sie stellte auch diese Verbindung her , das es mir
    darum so krank ist .
    Die Kinderbauchschmerzen sind das beste Beispiel .
    Aber es darf auch nicht alles so abgeschoben werden . Das kenn ich nämlich auch .
    Meine Ärztin ist da mehr auf die nichtkörperlichen Symptome fixiert . Ich sag nur , mein Zahn ,
    kann alles nicht sein , passt nicht zusammen mit meinen Beschwerden . Und nu , ist er total
    kaputt und tod .
    Ist schwierig und man muss ganz schön quer denken .
    Gedankenfüllendes Thema .
    Schönen Tag und lieben Gruß von JANI

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  3. Liebe Martina,

    alle Krankheiten sind psychosomatisch bedingt. Es gibt keine reinen
    körperliche oder seelische Krankheiten.

    Sonnige Grüße
    Elisabeth

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  4. Deine Gedankengänge sind gut, denn auch ich bin der Meinung, dass man die seelischen Hintergründe viel zu sehr vernachlässigt. Früher hat man sogar gesagt, dass jemand an einem gebrochenen Herzen gestorben ist. Tatsache ist, dass viele ältere Menschen irgendwann die Lust am Leben verlieren, besonders wenn der Partner verstorben ist. So passiert es nicht selten, dass der Ehepartner recht bald hinterher geht. Der Körper hat keine Kraft mehr, sich gegen Krankheiten zu wehren.
    Die Ärzte haben heutzutage eigentlich viel zu wenig Zeit für ihre Patienten. Daher wird immer nur nach dem körperlichen Gebrechen geschaut, die seelischen Hintergründe werden außer Acht gelassen. Leider!
    LG
    Astrid

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  5. eine gute Erklärung, finde ich, einen guten Start in den März wünsche ich

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  6. Liebe Martina,
    ich glaube auch sehr daran, dass ein Großteil aller Erkrankungen seelischen Usrsprungs sind. Fühlt sich die Seele gesund ist auch meist der Körper gesund.
    Ich wünsche dir noch eine schöne Woche,
    Christine

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  7. Viel zu wenig wird darauf eingegangen, eine gesunde seele ein ziemlich gesunder Körper.Alles geht ineinander über.Fühlt man sich gut, hat eine ruhige Zeit ist spürt man auch die kleinen Wehwehchen nicht mehr.Bei chronischen Krankheiten liegt es ein wenig anders, brechen aber auch eher aus, wenn die Seele länger krank ist.
    In einem großen Zeitraum verändern sich Körper und Seele, die Einstellung zum Leben spielt eine große Rolle.
    Bei Kindern muss man nachfragen und wissen was sie bedrückt.
    Viele Erwachsene tragen oft schweres auf ihren Schultern, auch aus der Vergangenheit, darum die Volkskrankheit "Rückenschmerzen".
    Es gibt ja auch den Spruch, "sie tragen alles auf meinem Rücken aus"!
    "Schönes Thema", interessant, Martina.
    Liebe Grüße, Klärchen

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  8. Liebe Martina,
    so "quer" finde ich das gar nicht, meiner Meinung nach ist an diesen Theorien einiges dran. Leider wird viel zu wenig auf die Seele geachtet - sowohl vonseiten der Mediziner als auch von der Seite jener Menschen, die mit einem Betroffenen zu tun haben... Unsere Gesellschaft ist schon so Tabletten-fixiert, als gäbe es gegen ALLES eine Pille... und als wäre die WIRKLICH das Allheilmittel...
    Danke für deine immer so spannenden und zum Nachdenken anregenden Gedanken - und für deine so lieben Kommentare bei mir!
    Herzlichst, die Traude
    ✿ܓܓ✿ܓ✿ܓ✿ ♥♥♥♥ ܓܓ✿ܓ✿ܓ

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  9. Für mich ist eines klar: vor dem Ausbruch einer individuellen Krankheit gehen immer viele Signale spurlos an einem vorbei, eine ganze Kette an Warnhinweisen sozusagen. Somit ist die Einsetzung einer Krankheit ein letzter Hilfeschrei des Gesamtorganismus für einen unnatürlichen Lebensstils auf allen Ebenen. Die Vorzeichen sind suptil, der Endzustand aber nicht unterbewusst. Diesem Deckmantel kann niemand schützend vor sich werfen, denn der menschliche Geist kann Krankheiten selbst hervorrufen oder heilen. Unser freier Wille ist grenzenlos und im Idealzustand ist kein menschliches Wesen fremdgesteuert durch andere Menschen. Leider ist dem heute nicht mehr so. Man könnte fast schon darüber philosophieren, ob wir Menschen nicht gegen uns Menschen einen "unterbewussten" und ungesunden Austausch praktizieren, aber das würde sich niemand eingestehen. Und dennoch fehlt der uneingeschränkte Gedanke Teil eines immerwährenden Organismus zu sein, dem wir alle angehören, vor wie nach unserem Ableben in der materiellen Daseinsform bis der Kreislauf sich wieder schließt - und wir wieder zu einer werden, die eigentlich nie vergangen ist... und spätestens jetzt bin ich am Thema völlig vorbeigeschrammt. ^^

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  10. Liebe Martina,man kann froh sein, wenn man einen Arzt findet, der ganzheitlich behandelt und nicht nur seinen Rezeptblock zückt. Liebe Grüße Eva

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