Freitag, 15. Januar 2016

Des Rätsels Lösung!

Hallo Ihr Lieben -
und herzlich Willkommen
zur 1. Reizwörtergeschichte im neuen Jahr!
Wie schon gesagt,
wird es immer am 15. eines Monats eine neue 
Reizwörtergeschichte geben -
auch bei
Regina - Lore - Christine und Eva!

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Bei meiner ersten Geschichte in diesem Jahr handelt es sich um eine 
Rätsel-Geschichte. 
Ich verlinke sie mit dem 'Kleinen Blog' von Elke, bei der es
zugeht!!

Vielleicht findet ihr ja heraus,
was der Protagonistin meiner Geschichte abhanden gekommen ist. 
Ich bin sehr gespannt!

Und nun folgt - nach dieser langen Vorrede - 
die Geschichte, der folgende Reizwörter zugrunde lagen:

Taschenlampe – Stulpen – bibbern – ausrutschen – sternenklar

animierte-polizei-bilder-15

Es war schon dunkel und sternenklar, als sich Karla auf den Weg machte. Im Hinausgehen schnappte sie sich noch schnell eine Taschenlampe. Man konnte ja nie wissen. Zielstrebig ging sie Richtung Polizeirevier. Sie hatte dort etwas vorzutragen oder besser gesagt: Ihr war etwas abhanden gekommen. Soweit sie informiert war, fiel dies in die Zuständigkeit der Polizei. - Upps, fast wäre sie ausgerutscht.
Es war bitterkalt an diesem Abend und Karla bibberte, obwohl sie eine dicke Jacke, Handschuhe, Schal, Mütze und sogar Stulpen trug. Gut, dass sie das zuständige Polizeirevier bald erreicht haben würde. Kurz darauf betrat Karla den spärlich eingerichteten aber wohlig-warmen Raum.
„Guten Abend“, sagte sie freundlich.
„Nabend“, brummte es zurück.
Der Polizist schien nicht sonderlich begeistert über ihren abendlichen Besuch zu sein.
„Sagen Sie“, begann Karla dennoch mutig, „es ist doch richtig, dass Sie dafür zuständig sind, wenn jemandem etwas abhanden gekommen ist.“
„Kann man so sagen“, knurrte der Hüter des Gesetzes. „Ich nehme mal an, man hat Sie bestohlen, gute Frau!“
„Bestohlen? Ja, vielleicht! Vielleicht könnte man es so ausdrücken, obwohl …“
„Ja, was nun, fehlt Ihnen was oder nicht?“ Der Polizist schien ungehalten, dabei hatte sie doch nur ganz freundlich … „Es ist nämlich schon vorgekommen“, fuhr er ungnädig fort, „dass jemand etwas nur verliehen hatte und dann kam er hierher und wollte eine Anzeige erstatten. Deshalb überlegen Sie bitte genau. Vielleicht haben Sie das, was Sie vermissen, ja auch verliehen!“
Erwartungsvoll schaute er sie an.
Wirkte sie so zerstreut? Darüber würde sie nachdenken müssen. Obwohl sie sich ein klein wenig über den Herrn ärgerte, blieb Karla freundlich, als sie erwiderte: „Ich bin sogar sehr sicher, dass ich es nicht verliehen habe. Das, was mir abhanden gekommen ist, kann man nämlich nicht verleihen.“
„Man kann es nicht verleihen? Das wird ja immer mysteriöser! Da stimmt doch etwas nicht!“
„Meine Rede. Da stimmt etwas nicht und deshalb bin ich hier.“
„Liebe Frau, beschreiben Sie mir doch bitte etwas genauer, um was es sich handelt, was Ihnen fehlt.“
Na, geht doch, dachte Karla. Es hatte den Anschein, als würde der Polizist etwas umgänglicher und vor allen Dingen: Er schien sie und ihr Problem jetzt doch ernst zu nehmen.
„Also, dass was mir fehlt, das nagt an allem.“
„Na, dann seien Sie doch froh, dass Sie es los sind!“, unterbrach der Polizist sie unwirsch.
„Guter Mann, jetzt hören Sie mir doch bitte weiterhin zu. Wenn Sie mich ständig unterbrechen, kommen wir ja gar nicht voran. Also, das, was ich vermisse, bleibt einfach niemals stehen.“
„Ja, das ist doch des Rätsels Lösung. Wenn es nie stehen bleibt und ständig voran schreitet, was sie vermissen, kann es ja nicht bei Ihnen bleiben. Liebe Frau, ich will Ihnen ja nichts unterstellen, aber so langsam habe ich den Verdacht, dass sie mir einen Bären aufbinden.“
„Nein, nein, bitte, Sie müssen mir glauben. Es ist genau so, wie ich gesagt habe und noch etwas: Das, was mir fehlt, frisst sogar Eisen und es zermalmt den härtesten Stein.“
„Und das alles, obwohl das, was sie vermissen, niemals stehen bleibt?“, erkundigte sich der Polizist misstrauisch.
„Genau, jetzt haben Sie es erfasst! Es schreitet unaufhaltsam voran. Ach, wissen sie, es ist wirklich nicht so einfach zu beschreiben“, äußerte Karla. „Was denken Sie, werden Sie das, was mir fehlt, wirklich finden?“
"Wir werden sehen, wir werden sehen!", antwortete der Polizist geheimnisumwittert.


Martina Pfannenschmidt, 2016



Kommentare:

  1. Kann es sein, dass der lieben Klara die Zeit fehlt? Ich dachte mir so, dass doch der Zahn der Zeit an allem nagt, auch sie bleibt niemals stehen. Unaufhaltsam schreitet sie voran. Verleihen kann man sie auch nicht, jedoch kann man ein bisschen seiner eigenen Zeit anderen schenken oder sie mit ihnen teilen.
    Vielleicht philosophiere ich ja gerade in die falsche Richtung. Du wirst es uns doch verraten und uns nicht im Dunkeln stehen lassen und schon gar nicht auf lange Zeit gesehen, oder? Ich bin schon ganz gespannt auf die Auflösung dieser wunderbaren Rätselgeschichte.
    LG
    Astrid

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    1. Die Auflösung kommt ganz sicher - aber jetzt noch nicht!!! :-)
      Danke fürs Mitmachen! LG Martina

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  2. Guten Morgen, Martina,
    also, jetzt habe ich mir endlos den Kopf zerbrochen und Elkes Seite durchgeackert - aber auf des Rätsels Lösung bin ich trotzdem nicht gekommen! Irgendwas stimmt IMMER nicht - oder besser gesagt es passt nicht zu Deiner Beschreibung...
    Jetzt bin ich mal gespannt, ob die anderen Leser erfolgreicher sind als ich!
    Übrigens: Du hast uns als Reizwort "ausruhen" genannt - nicht "ausrutschen"... **grins**. Das tut aber Deinem Rätsel kennen Abbruch!
    Bei uns schneit es gerade, aber nur ein bisschen. Wir müssen uns noch nicht per Strickleiter vom Balkon abseilen! **lach**
    Liebe Grüße und ein schönes Wochenende!
    Christine

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    1. Hab ich auch schon gemerkt, Christine! Aber pssssst, wir verraten es niemandem - oder?? :-)))) Aber das mit dem Ausrutschen passt doch gut - wo ich dich doch glatt aufs Glatteis geführt habe!!! Die Auflösung kommt - aber noch nicht heute!!! Danke für deinen Besuch! Martina

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  3. Mir kam auch sofort der Gedanke an die fehlende Zeit. Ist sie es, die Karla abhanden gekommen ist? Hihi,ich stelle mir gerade diesen missmutigen Polizisten vor, der dieses Rätsel lösen muss...
    Liebe Grüße
    Inge, die heute jede Menge Schnee statt nasskaltem Wetter erwartet hatte

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    1. Bei uns ist auch weit und breit noch kein Schnee in Sicht - Gott sei Dank, denn unsere Tochter feiert heute Abend Geburtstag und erwartet 20 Gäste! Wenn die alle absagen würden wegen eines plötzlich Schnee-Einbruchs hätten wir für die nächsten 4 Wochen genug zu Essen!!! Lach!!! Danke dir fürs Mitraten!!! Ob du wirklich richtig liegst oder nicht, zeigt die zwar kein Licht - aber natürlich werde ich das Rätsel auflösen - aber noch nicht jetzt!!! :-))) LG Martina

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  4. Liebe Martina,
    ich denke auch, dass es sich um die Zeit handelt. Bin gespannz!
    Herzliche Grüße und danke für das schöne Rätsel. Hier schneit es auch noch nicht!
    Liebe Grüße
    Regina

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    1. Ich bin auch gespannt :-)! Darauf, ob der Polizist es schafft, das Rätsel zu lösen!!!
      LG Martina

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  5. Liebe Martina,
    ich schliesse mich an und denke auch, daß es sich um Zeit handelt ...
    Ich bin gespannt, wie es weitergeht...
    Ich wünsche Dir noch einen schönen Nachmittag und schonmal ein schönes und gemütliches Wochenende!
    ♥ Allerliebste Grüße, Claudia ♥

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    1. Dankeschön!! Heute wird es noch ein bisschen stressig, da unsere Tochter ihren Geburtstag feiert! Am Samstag und Sonntag geht es aber wirklich ruhig zu. Ich freue mich darauf!!! Danke, dass du mitgeraten hast - ob du - wie die anderen auch - recht behältst??? Ich werde es in jedem Fall auflösen. LG Martina

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  6. Liebe Martina,
    vielen Dank für die Teilnahme an meiner Linkparty. Ich habe es geraten, was fehlt, verrate es aber nicht. Falls du möchtest, darfst du gern noch andere Geschichten oder Gedichte verlinken, denn die sind auch kreativ und machen froh.
    LG Elke

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  7. Kann mich nur anschließen, es passt alles auf die Zeit. Man kann sie nicht verleihen, sie bleib leider nicht stehen, naja und zermalmt auch alles was ihr im Wege steht.
    Da ich sehr ungeduldig und zu den Menschen gehöre, die den Schluss eines Buches am Anfang lesen, biiiittte lass mich nicht zu lange warten. Wünsche dir ein schönes Wochenende, LGLore

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  8. Liebe Martina, das ist aber eine tolle Idee ,Deine Geschichte in ein Rätsel zu verpacken. Ich schließe mich den anderen an und sage Zeit.
    Schöne Grüße Eva

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  9. Es ist natürlich einfach, eine Rätselgeschichte mit eigenem Nachdenken zu lösen, wenn man sie so spät liest, dass die Auflösung schon bekannt gegeben ist. ;-) Aber ich hätte mich natürlich meinen Vorscheiberinnen angeschlossen. Die Zeit. Die nagt an mir auch. Aber klasse ist die Vorstellung, man würde in ein ostwestfälisches Polizeirevier gehen und den Diebstahl der Zeit anzeigen. Es juckt mich fast, es zu versuchen. ;-) Super klasse. LG Tanja

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  10. Ach du liebe **** ,jetzt kam ich doch zu spät zum Rätsel.
    Aber ich verrate es nicht *lach*
    Deine Geschichte ist nämlich gaaaaaaaanz klasse !!!!!
    :O) .....

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