Samstag, 28. November 2015

Sonntagsgedanken: Weihnachtszeit!

1. Advent – wir gehen mit großen Schritten dem Weihnachtsfest entgegen.

Deshalb hat Ulla 'Worttupfer' für den heutigen Sonntag das Thema

Weihnachtszeit

gewählt. Schaut bitte HIER, wer sich noch beteiligt. --- Und damit verabschiedet sich 'Poesie à la carte' für dieses Jahr.

Ich hatte mich schon auf das Thema gefreut, doch dann kam es anders. Es gibt in meinem Umfeld zwei Familien, die mir nahe stehen, in denen es zu plötzlichen Sterbefällen kam und zwar von jungen Menschen. Da wollte es mir einfach nicht gelingen, dieses Weihnachtsgefühl aufkommen zu lassen und es in Worte zu kleiden.
Was verbirgt sich eigentlich hinter diesem Wunsch, das Weihnachtsgefühl möge sich einstellen? Gestern sagte jemand: Ich kann noch so adventlich schmücken, das Gefühl dazu kommt aber nicht auf. Was ist das, worauf wir warten, wenn wir auf Weihnachten zugehen? Es liegt etwas in der Luft, so eine ganz besondere Anspannung, so ein Warten und Hoffen. Zu keiner Zeit wird es Menschen so schwer ums Herz, wie jetzt zur Weihnachtszeit. Da muss etwas sein, das es an anderen Tagen im Jahr nicht gibt. Zu keiner Zeit entzünden wir mehr Kerzen, zu keiner Zeit sieht man mehr Sterne und Engel in den Auslagen. Sind uns die Sterne und die Engel – ist uns der Himmel – vielleicht in dieser Zeit näher, als sonst?
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Ich wünsche euch allen einen schönen 1. Advent und verzeiht bitte, dass ich an dieser Stelle ein Gedicht aus den Vorjahren einstelle. 


Es ist Dezember schon
und bald kommt Gottes Sohn
zu uns auf die Erde,
damit es friedvoll werde.
Die Kinder, sie frohlocken,
denn draußen fallen Flocken.
Wir schmücken unsere Zimmer,
erhoffen Weihnachtsschimmer.
Doch trotz der vielen Kerzen
ist Kummer in den Herzen
und kaum ein Mensch besinnt
sich auf das Jesus-Kind.
Man sieht die Menschen hetzen,
sieht, wie sie sich verletzen,
mit Waffen und mit Worten –
hier und an andren Orten.
Wenn wir aufhör’n zu zanken,
stattdessen lieber danken,
kommt ohne den Kommerz
dann Friede in das Herz.
Drum lasst uns auch bedenken,
weshalb wir uns beschenken -
und ebenso den Nächsten sehen,
wenn wir Weihnachten begehen.
© Martina Pfannenschmidt

Kommentare:

  1. Liebe Martina,

    Weihnachten kommt und geht vorbei.
    Das ist tröstlich, wenn man nicht in Weihnachtsstimmung ist.

    Einen guten Abend wünscht dir
    Elisabeth

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  2. Ja, das ist eien gute Frage Martina, auf was warten wir in dieser Zeit?
    In Deinem Gedicht hast Du es beantwortet und es passt in diese Zeit sehr gut. Ich wünsche Dir , das Du die Kraft hast mit Deiner Traurigkeit umzugehen.
    Das Leben macht nicht halt, es wird gelebt und gestorben auch zur Weihnachtszeit. Da ist aber jemand der immer da ist, wenn wir ihn brauchen. Er wurde Weihnachten geboren!
    Liebste Grüße und eine friedliche Zeit für Dich, einen schönen Advent, Klärchen

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  3. Liebe Martina, es ist immer schwer, wenn jemand "gehen" muss... egal, ob jung oder alt. Aber gerade in dieser weihnachtlichen Zeit fällt es einem besonders schwer, mit der Trauer umzugehen. Ich wünsche dir viel Kraft und fühl dich (unbekannterweise) gedrückt von mir. Dennoch wünsche ich dir morgen einen schönen 1.Advent und das der Zauber der Kerze die Trauer etwas wegschiebt, ganz liebe Grüße, Karin

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  4. Liebe Martina,

    mögen die Traurigen und Trauernden Trost und Beistand erfahren,
    manchmal bedarf es dann gar keiner großen Worte,
    das Dasein ist da, das Dasein mit Herz und Liebe.

    Möge das Licht Jesu
    Wunden heilen lassen,
    was natürlich auch Zeit braucht,

    ganz herzliche Grüße
    und Umarmung
    am 1. Advent
    auf dem Weg,

    Birgitta

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  5. Liebe Martina, was für eine Prüfung! Gibt es schlimmeres als in der Weihnachtszeit einen geleibten Menschen zu verlieren, einen Freund, oder gar ein eigenes Kind, ich glaube nicht!
    Aber, beantwortet nicht genau das die Frage worauf wir warten?
    Wir warten auf das Licht, auf jenen Stern der uns aus der Dunkelheit unseres Lebens, aus dem Trott des Alltages, oder aus unserem Leid führen soll. "Seht, Ich bin das Licht der Welt!"
    Ist das nicht eine der Grundlagen des Weihnachtsfestes?

    Ich wünsche dir, dass du Trost findest bei diesem Licht, ja, das du selbst denen, die jetzt um einen geliebten Menschen trauern vielleicht sogar Trost sein kannst. Und ich wünsche dir eine friedvolle Adventszeit in Erwartung jenes Lichtes, in Gestallt des Kindes zu dem der Stern von Bethlehem uns den Weg weißt!
    Liebe vorweihnachtliche Grüße J ürgen

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  6. Hallo Martina,
    in der Weihnachtszeit ist die Stimmung unter den Menschen anders. Ist es das Licht und das mehr Zeit haben, weil der Tag so kurz ist und wir öfter innehalten und weniger gehetzt sind. Ist es die Vorfreude auf Weihnachten, Famile und viele glückliche Gesichter unterm Baum. Ich weiß es auch nicht. Aber wenn man in dieser Zeit einen geliebten Menschen verliert, dann berührt einen das Doppelt, da stimme ich Dir voll und ganz zu. Fühl Dich ganz lieb gedrückt von mir.
    LG
    Manu

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  7. Es ist ganz schrecklich, wenn geliebte Menschen gehen müssen. Ich kann verstehen, dass kein Weihnachtsgefühl aufkommen kann, denn irgendwie ist Weihnachten auch mit Freude verbunden. Doch Trauer ist so ein bedrückendes Gefühl, das keine Freude mehr zulässt. Das Herz ist dann schwer und alle Gedanken verweilen bei den Verstorbenen. Und Worte können die Trauer und das Mitgefühl nicht ausdrücken.
    Sei lieb umarmt und gegrüßt
    Astrid

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  8. Liebe Martina,
    ich freue mich sehr Euere Schätzchen zu lesen. Ich bin ja erst seit März dabei. Kopf hoch. Bis morgen. Liebe Grüße Eva

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  9. Über dieses Weihnachtsgefühl hab ich auch schon oft nachgedacht und ich finde, genau in dieser Zeit, wo doch mehr Ruhe und Besinnlichkeit einkehren sollte, hetzen die Menschen noch mehr, in Geschäfte mag ich dann gar nicht mehr gehen, dudelt dort doch schon seit Wochen die Weihnachtsmusik und auf den Strassen wird noch agressiver gefahren, weil keiner mehr Zeit hat.
    Un ddie glücklichen Gesichter unterm Tannenbaum - ich weiß nicht. Sehe ich eigentlich nur noch bei den Kleinsten.
    :O) .....

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