Samstag, 7. November 2015

Sonntagsgedanken: Thema Reisen!

An diesem Sonntag geht es mit Ulla auf große

Reise!

Mal schauen,
in welche Winkel der Welt es sie
und alle anderen MitschreiberInnen
heute verschlägt.



Foto: pixelio.de / Paul-Georg Meister


Ich fragte einen alten Mann,
der die halbe Welt
bereist hatte:
„Sag, welches war deine schönste,
spannendste, spektakulärste oder
aufregendste Reise.“
Ein Lächeln umhüllte seinen Mund
und ein Strahlen seine müden Augen,
als er mir antwortete:
„Ich erlag der Magie Afrikas,
sah Elefanten im Morgennebel
vor dem wolkenverhangenen
Kilimandscharo.
Ich sah seltene Seevögel
zerklüftete Felseninseln umschwärmen.
Ich ging über die Golden Gate Bridge,
befuhr den Panamakanal
und bestaunte den Tafelberg in Südafrika.
Ich sah Schluchten und Canyons,
besuchte schwimmende Gärten
und die Gräber der Inka.
Ich sah exotische Tiere
und die Sonne an verschiedenen Orten
rot und glühend untergehen.
Ich sah die steinernen Silhouetten
prächtiger Tempel und
Mangroven im Regenwald.
Doch wenn du mich fragst,
welche Reise die für mich beeindruckendste war,
dann antworte ich dir:
Die zu mir selbst.“


Martina Pfannenschmidt, 2015



Kommentare:

  1. Liebe Martina,
    die Wortbilder, die du zum Thema "Reise" gefunden hast, sprechen mich als Gerne-Reisende natürlich sehr an. Und ich glaube, ich kann gut nachvollziehen, was in dem alten Mann vor sich geht; vielleicht bin ich sogar ein bisschen wie er. Eines aber ist mir klar: Die Reise zu mir selbst wäre nicht so lehrreich und spannend ohne die Reisen, die ich in ferne Länder unternehme, um dort Dinge zu sehen, die ich mir hier sonst gar nicht vorstellen könnte und ohne mit Menschen zu kommunizieren, die anders Leben als wir hier. Der Blick über den eigneen Tellerrand ist Teil der Reise zu mir und zu allen anderen...
    (Du hast es ja selbst n meinem Fair-Play-Artikel zum Thema Indien gesehen - die Lebensumstände drt sind für uns so fremd, dass man sie möglichst hautnah erlebt haben sollte, um sich überhaupt nur ein bisschen in diese Welt hineinfühlen zu können. So lerne ich. Übers Leben. Über die Welt. Über mich.)
    Ich denke dir sehr für deinen nachdenklichen und einfühlsamen Kommentar. Ein bisschen "aufwühlen"... sowie nachdenklich und aufmerksam machen ... das ist es so in etwa, was ich damit erreichen wollte...
    Hab einen schönen Sonntag!
    Alles Liebe, Traude

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  2. Dieser alte Mann ist über seine Reisen in ferne Länder nun bei sich angekommen. Etwas Ermutigendes hat es für mich.Ich hoffe ich werde das auch mal sagen können. Noch bin ich reiselustig solange ich eben kann. Alles kann sich schnell ändern und vielleicht werde ich mal froh sein gereist zu sein und andere Länder und Menschen kennengelernt zu haben.
    Das wichtigste dabei ist, bei sich selber ankommen und sich wohlfühlen.
    Danke für diese schöne Poesie, die mich sehr erfreut hat, Klärchen

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  3. Ein wundervolles Werk hast du wieder geschrieben und auch ich kann den Gedankengang des Menschen hier nur unterstreichen~~~die Reise zum Ich ist das größte Erlebnis und doch gehören all die Reisen in die Welt hinaus dazu um Erkenntnisreich zu werden.... Wer immer nur in seinem gewohnten Umfeld sitzt wird nicht wachsen können und erkennen... Herzliche liebe Grüße zu dir von Celine

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  4. Liebe Martina, habe ich etwas nicht mitbekommen, wo ist Ulla, ist sie krank?
    kannst du mir das sagen?
    Klärchen

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  5. Ein langes Leben ist eine lange Reise und wenn man am Ende sagen kann, man ist bei sich selbst angekommen, dann war es sicher ein schönes Leben.
    Ein wundervoller Text liebe Martina.
    Ich wünsche dir einen schönen Sonntagabend!
    LG Jürgen

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  6. Ein langes Leben ist eine lange Reise und wenn man am Ende sagen kann, man ist bei sich selbst angekommen, dann war es sicher ein schönes Leben.
    Ein wundervoller Text liebe Martina.
    Ich wünsche dir einen schönen Sonntagabend!
    LG Jürgen

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  7. Hallo Martina,
    Toll geschrieben und ich kann mich Jürgens Worte nur anschließen, wenn man den Satz nach einem langen Leben sagen kann, dann ist das einfach das wertvollste.
    LG
    Manu

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  8. Vermutlich eine der längsten Reisen die man begehen kann denke ich. Manch Einer wird vielleicht nie dieses Ziel erreichen
    Lieben Gruß mal wieder zu dir
    Sophie

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  9. Liebe Martina,
    diese Reise zu sich selbst ist eine spannende und lange Reise, die ein großes Erlebnis ist. Schön, wenn wir am Ende unseres Lebens dankbar sagen können, dass wir sie gerne angetreten haben und am Ziel angekommen sind.
    Ein wirklich schöner und nachdenklich stimmender poetischer Text. Er hat mir sehr gefallen.
    LG
    Astrid

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  10. Schwupps, und schon bin ich auch hier :-)
    Liebes Fräulein Klümpchen,
    deine Zeilen sind perfekt zum Thema Reise und das Bild ebenso.
    Ja und die beeindruckenste und bestimmt auch wichtigste Reise, ist wohl immer die Reise zu sich selbst. Und weißt du was, dafür muss man nicht mal verreisen *lach*, gut für mich und andere Nichtgernverreisende *grins*
    und jeeeeeeetzt klopfe ich eeeeeendlioch auch mal wieder bei der Frau im gelben Haus an,
    viele liebe Grüße von mir zu dir :O)

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