Samstag, 14. November 2015

Sonntagsgedanken - Thema: Alter!


Alt werden will jeder,

doch niemand will alt sein!


So lautet ein bekannter Spruch - oder auch:


Man ist so alt, wie man sich fühlt!


Heute lautet das Thema bei
'Poesie à la carte'

Alter!


Hier geht es zu Ulla 
und den anderen MitschreiberInnen.
Klick!!!

Foto: pixelio.de / R. B.

Weiß die Haare.
Die Hände ermattet und welk.
Der Rücken gebeugt.
Die Bewegungen mühsam.
Vom Leben gezeichnet.
Jede Falte birgt ihr Geheimnis.
Erzählt von harter Arbeit und Sorgen.
Wo sind die Jahre der Kindheit und Jugend?
Wo die leichtfüßigen Wege?
Wo die Leichtigkeit des Seins?
Wohin das Glück?
Schwermut in den müden Gliedern.
Lang die Schatten auf mühsamen Wegen.
Vorbei die Zeit der singenden Nachtigall.
Abendglocken läuten.
Purpurrot der Himmel.
Ein letztes Mal?



© Martina Pfannenschmidt, 2015


Kommentare:

  1. Liebe Martina,

    das Alter ist ein schwieriges Thema.
    Du hast es gut gelöst.

    Alles Liebe
    Elisabeth

    AntwortenLöschen
  2. LIebe Martina, ein berührendes Gedicht. Ein bißchen melancholisch und wehmütig, aber nicht verbittert. So mag das Altern sein, so habe ich es bei manchen alten Menschen beobachten können und hoffe, dass am Ende Frieden steht. LG Tanja

    AntwortenLöschen
  3. Liebe Martina, Du hast mit wenigen Worten alles gesagt und ein Zitat haben wir gemeinsam. Ich lasse es auch stehen zeigt es doch, das wir uns einig sind in unseren Gedanken. in diesen Tagen besonders und über das Alter.
    Liebste Grüsse und eine schöne Woche, Klärchen

    AntwortenLöschen
  4. Wahre und nachdenkenswerte und doch so schöne Zeilen über das Alter. Danke dafür. Ich gehe diesen Weg, der manchmal noch gerade, oftmals schwierig und mühsam, von Sonne und dunklen Wolken begleitet ist, mit meiner Mutter mit. Sie ist 88 und ich hoffe, dass die Zeit des Purpurs uns noch eine ganze Weile erhalten bleibt...
    Liebe Grüße
    und noch einen friedvollen Sonntag
    Inge

    AntwortenLöschen
  5. toll beschreiben doch auch das Alter kenne ich da welche die mit 96 Jahre so lachen können und spielen mit ihren Enkelchen die denken nicht ans Alter an ihre Knochen leben so wie sie es haben wollen sogar die Liebe haust noch im alten Herz und der wahrer Schalk blickt herraus.. ja auch das Alter ist so unterschiedlich bei jedem und so hoffe ich selbst mal ein shcönes Ende zu finden das so purpurrot ist und geht!
    Ich habe das mal so gehabt dieses was wäre wenn aber irgendwie lebt sich es besser jeden Tag zu sagen dankeschön für jeden Tag dass ich so geniessen kann..mit mir eins sein.
    Lieben Gruss Elke

    AntwortenLöschen
  6. Liebe Martina,
    dies ist kein leichtes Thema, aber Du hast es hervorragend dargestellt.
    Wir alle wollen alt werden und jeder wünscht sich gesund zu altern. Momentan kennen wir dieses Alter nur theoretisch oder weil wir jemand begleiten, der schon ein hohes Alter erreicht hat. Doch die wahren Freuden oder auch Leiden werden wir erst kennenlernen, wenn wir selbst dieses besagte Alter haben.
    Ich wünsche auf jeden Fall uns allen ein gesegnetes und gesundes hohes Alter.
    LG
    Astrid

    AntwortenLöschen
  7. Müde Glieder, lange Schatten, irgendwie erkenne ich mich grad wieder: Dahin die Leichtigkeit des Seins von Schwermut überschattet - ich fühl mich grad wintergrau und harre auf den Frühling :-)
    Danke dir für deine gut gewählten Worte!

    AntwortenLöschen
  8. liebe Martina,
    wunderschön geschrieben!
    Aber in jeder Falte liegt auch ein Lachen und das Glück vergangener Tage.
    Ich kenne eine alte Dame die bald ihren 104. Geburtstag feiern wird, ich bewundere sie sehr!
    liebe Grüße
    Gerti

    AntwortenLöschen
  9. Liebe Martina,

    dein nachdenkliches Gedicht sagt
    Wahres....
    möge die Sonne auch im Alter
    strahlen und das Herz erwärmen,

    ganz liebe Grüße,

    Birgitta

    AntwortenLöschen