Sonntag, 23. August 2015

Sonntagsgedanken - Thema Wurzeln!

Poesie à la carte
heute mit dem Thema

Wurzeln!

Zu welchen Gedanken mich dieses Thema führte, 
lest ihr hier.
Zu den Gedanken der anderen geht es
hier 
entlang!

Foto: Pixelio.de/M. Großmann

Mein Baum,
jedem Wind und Sturm trotzt du.
Deine Äste streckst du
dem Himmel entgegen,
so, als möchtest du dem Allmächtigen
dafür danken,
dass er dich an diesen Platz gestellt hat.

Woher nimmst du nur deine Kraft?

Ich kenne die Antwort:

Aus der Tiefe der Erde,
in die du deine Wurzeln gegraben hast.

Warum bin ich nicht wie du?
Warum bin ich nicht standhaft an meinem Platz und in meinem Reden und Tun?
Warum bin ich unsicher?
Warum bringen mich manche Situationen
ins Straucheln?
Warum schaffen es andere Menschen,
mich zu beeinflussen?
Warum lasse ich zu,
dass sie mir meine Lebensfreude rauben?
Warum fülle ich meinen Platz
an den ich gestellt wurde, nicht aus?

Ich kenne die Antwort:

Weil ich nicht fest verwurzelt bin!

Kann ich als Mensch
überhaupt Wurzeln schlagen?

Versuchs,
sagt der Baum und lächelt. 

Kommentare:

  1. Liebe Martina,
    das sind sehr interessante Gedanken zum Sonntagmorgen. Mich beschäftigen oft dieselben Fragen, auch wenn ich sie mir selber stelle. Denke, meine Wurzeln/Festigkeit bekomme ich hauptsächlich von meiner Familie, etwas sicher auch von meinen guten Freunden. Die Stellen, die nicht so tief gegriffen haben (meine große Familie wohnt weit weg, hatte keine Omas, die meine Kindheit begleitet habe, keine guten Tanten, Onkel…) , oder mit der Zeit ein wenig gelockert worden sind, werden nun von anderen ausgeglichen, von gaaanz dicken Strängen die zu meinen Kindern führen und woher ich viel Kraft und Halt bekomme.
    Wenn ich wieder draußen unterwegs bin dann werde ich auch mal ein Zwiegespräch mit einem Baum halten. Mal sehen, was er mir zuflüstern wird.

    ∗♥∗✿❊✿❊✿∗♥∗
    Einen ganz schönen, entspannten Sontag wünscht das Sonnenhütchen

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  2. Liebe Martina,

    das sind anregende Gedanken.
    Sie beschäftigen mich.

    Sonnige Sonntagsgrüße
    Elisabeth

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  3. Liebe Martina,
    die Natur zeigt uns wozu wir Menschen fähig sind - und ich denke wir sind vielmehr verwurzelt als wir glauben, in der Gesellschaft, Kultur, in der Tradition, in der Familie, im Glauben - als Christen sind wir Spross aus der Wurzel Jesse, als Familie Sprössling eines Stammbaumes ;-)

    also lass und weiter spriessen und zu einem tief verwurzeten Baum werden - in diesem Sinne einen schönen Sonntag, Ulla

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  4. Ja, das mit dem fest-verwurzelt sein, das ist schon so eine Sache !
    Aber ich denke, , dass uns das Leben schon die Möglichkeiten bietet, Wurzeln zu schlagen, man muss sie nur nutzten.
    Trotzdem machen mich deine Gedanken etwas nachdenklich und ich überlege: " bin ich wirklich fest verwurzelt ? !
    Nachdenklich Grüße
    Jutta

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  5. Du kennst die Antwort Martina, du hast sie in der Natur gefunden und sie begleiten Dich Dein ganzes Leben.Unsere Wurzeln waren ein Keim, der gesprossen ist, gewachsen an sich selber, wenn niemand da ist der die Pflanze pflegt. Wurzeln können allein für sich auch stark sein, der Baum lächelt...wie schön.
    Herzliche Sonntagsgrüsse, Klärchen

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  6. Da hast du mir aber ein "Schmankerl" aufgetischt an diesem Sonntagmorgen und ich bedanke mich ganz herzlich dafür. Bin begeistert liebe Martina. Wundervolle Dinge schreibst du mit dem Herzen, man spürt den Herzschlag.... Ganz liebe grüße lasse ich zurück und wünsche dir einen schönen Sonntag, herzlichst die Celine

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  7. Ach ist das schön!
    Ganz liebe Grüße
    Marle

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  8. Der Baum hat Recht, liebe Martina! Versuch es und du wirst feststellen, das du schon längst deine eigenen Wurzeln geschlagen hast. Wir sind alle verwurzelt irgendwie, sonst könnten wir nicht weiter wachsen an den Dingen, die uns täglich Begegnen.
    Aber wir dürfen gerne darüber Nachdenken. Besonders, wenn wir diese Gedanken in so schöne Worte fassen.

    Herzliche Grüße und einen schönen Sonntag
    Jürgen

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  9. Der Baum hat Recht, liebe Martina! Versuch es und du wirst feststellen, das du schon längst deine eigenen Wurzeln geschlagen hast. Wir sind alle verwurzelt irgendwie, sonst könnten wir nicht weiter wachsen an den Dingen, die uns täglich Begegnen.
    Aber wir dürfen gerne darüber Nachdenken. Besonders, wenn wir diese Gedanken in so schöne Worte fassen.

    Herzliche Grüße und einen schönen Sonntag
    Jürgen

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  10. "Versuchs sagte der Baum und lächelte"....
    das ist ein wunderschönes, tiefsinniges Gedicht,
    bestehend aus vielen Fragen
    und der Antwort am Schluss,
    die uns ins Leben führt.

    Vielen Dank, liebe Martina,
    ich bin immer gerne bei dir zu Gast,

    eine gute neue Woche
    wünscht dir,

    Birgitta

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  11. Liebe Martina,
    das ist ein ganz tolles Gedicht! Starke Wurzeln, fester Stand. Vielleicht ist man manchmal nicht standfest genug, weil man seine Wurzeln den falschen Menschen preisgibt. Man sollte immer gut dafür sorgen, dass die Wurzeln in der Erde bleiben und niemand sie beschädigen kann. Eine Eiche wächst halt nicht auf SAnd. Darum auch Obacht, wo man sich verwurzelt. Hinkt ein wenig der Vergleich. Ein Baum kann es sicht nicht aussuchen. Aber er kann Strategien entwickeln, trotzdem standfest zu bleiben. Vielleicht ist das das Geheinmis. LG Tanja

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  12. Liebe Martina,
    Deine Gedanken gefallen mir. Dank seiner Wurzeln ist ein Baum mächtig und stark. Es ist nicht seine Macht, die wir so bewundern, es ist seine Kraft. Die Kraft allen Widrigkeiten des Lebens zu trotzen. Und das kann man nur, wenn man Wurzeln geschlagen hat, die uns halten und festigen. Es sind nicht Wurzeln, die Stillstand bringen, sondern sie geben uns die Kraft zu wachsen, die an uns gestellten Aufgaben des Lebens zu bewältigen. Und dabei wachsen wir manchmal über uns hinaus.
    LG
    Astrid

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  13. Liebe Martina
    Tolle Gedankengänge die berechtigt sind sich zu fragen .. ich habe das früher auch mal getan und wusste noch nicht die Antwort und heute weis ich es ich habe Wurzeln die klein zu klein waren all die Jahren und ich aber den Mut hatte sie wachsen zu lassen für mich um gross und Stark zu sein um das Leben so zu gestalten wie ich es für richtig zu halten. zum, Vergleich zum Baum er hat auch mal einen Ast der verwelkt und muss weg oder ein Schimmelpilz der ihn befallen will aber er wehrt sich meistens dagegen und auch Besuch wie das Voegelnest!
    Ich habe meine Wurzeln und wusste wie ich sie wachsen lassen kann um wie ein Baum zu sein und das wünsche ich dir genauso und ich hoffe du hast sie schon!
    Wunderschön dein Posie von der Wurzel
    Lieben Gruss Elke

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  14. Hallo Martina,
    mich hat es von der Heimat, wo ich aufgewachsen bin, an den Rhein verschlagen. Wo ich Wurzeln schlage, ist mittlerweile sehr vielfältig, da ich gerne unterwegs bin. Somit passt der Baum als Synonym, dass der Mensch Wurzeln schlägt, nicht so ganz bei mir. Ich fühle mich manchmal eher - wie Goethe es genannt hat - als Weltbürger. Ich kenne zwar nur ein paar Teile von Europa, aber ich fühle mich mit vielen Gegenden in Europa - darunter natürlich aus Deutschland - verbunden.

    Gruß Dieter

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  15. Ach liebes Klümpchen,
    deine heutigen Zeilen berühren mich sehr und ich weiß, es werden sich einige Gedanken dazu nach oben schmuggeln. Ich *danke* dir für diese Gedankenschubbser, die manchmal sehr wichtig sind. Du hast sie übrigens wunderschön plaziert in deinem Text und ich bin mir sicher, du hast einige feste Wurzeln die dich halten und stärken !!!!!
    Ach, das lesen deiner Post`s die ich noch nicht kannte, war grad sooooo schön. Ich hab die Zeit völlig vergessen und das Gefühl, als käme ich aus dem Urlaub zurück.
    Nun lade ich dich zu einer feinen Tasse Kaffee ein :-) und damit unser Treffen nicht wirklich noch so viele Jahre warten muss, lassen wir den Kuchen dazu einfach weg *lach*
    Liebes Fräulein Martina ich grüße dich gaaaaaanz <3lich,
    die Senftante, die nun sage und schreibe 15mal gekleckst hat :O)

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