Dienstag, 16. Juni 2015

Von einer Sekunde auf die andere!


Hallo Ihr Lieben! 
Heute ist Dienstag und da gibt es wieder eine Geschichte bei mir, aber auch bei
Regina - Lore - EvaChristine - Eva V. - Ulla

Die Reizwörter lauteten diesmal:
Sekunden – Erdbeeren – wachen – klagen – schlaflos

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Brigitta freute sich über die Sonne, die ihre Haut an diesem herrlichen Junitag streichelte. Ganz spontan konnte sie frei nehmen und verbrachte den Nachmittag damit, die Terrasse auf Vordermann zu bringen. Leider hatte Cornelius nicht das Glück, den Tag so genießen zu können. Er musste arbeiten. Brigitta nahm sich vor, ihn am Abend abzuholen. Vielleicht würden sie noch etwas Nettes unternehmen oder einfach in der Eisdiele sitzen, den Leuten beim Flanieren zusehen und einen großen Eisbecher mit frischen Erdbeeren genießen.
Sie konnte über ihr Leben wahrlich nicht klagen. Sie war behütet aufgewachsen, eine gute Schülerin gewesen und hatte nach dem Schulabschluss sogleich eine Ausbildung bei einer großen Bank begonnen. Ihr Leben verlief nach Plan und wie im Bilderbuch. Als sie eines Tages Cornelius auf einer Fortbildung getroffen hatte, war ihr Glück perfekt. Vor einigen Monaten hatten sie geheiratet und wenn sich demnächst Kinder einstellten, hätte sie alles, was sie sich jemals gewünscht hatte.
Brigitta stand auf dem Parkplatz gegenüber der Bank, in der Cornelius beschäftigt war und wartete dort auf ihn. Beim Blick auf die Uhr wusste sie, dass er in ein paar Sekunden aus dem Gebäude käme. Drei, zwei, eins, dachte sie und tatsächlich wurde die Tür geöffnet. Heraus trat eine sehr schlanke und äußerst attraktive junge Frau. Offenbar eine neue Kollegin, von der ihr Mann noch gar nicht erzählt hatte. Jetzt trat auch Cornelius ins Freie. Die Frau blieb stehen, drehte sich um und unterhielt sich angeregt mit ihm. Sie lachten laut und verabschiedeten sich mit einem Küsschen auf die Wange.
Brigitta war wie erstarrt, machte keine Anstalten, auf sich aufmerksam zu machen. Was war das denn gerade? Hatte Cornelius etwa eine Geliebte und sie war völlig ahnungslos? Er schnappte sich sein Rad und trat in die Pedalen. Brigitta würde einen anderen Weg nach Hause nehmen und dort auf ihn warten.
„Hallo, mein Schatz, hattest du einen schönen Tag?“, fragte Cornelius beim Betreten der Wohnung und hauchte seiner Frau einen Kuss auf ihren Mund.
„Ja!“
„Und, hast du uns etwas Leckeres gekocht?“
„Ich habe nichts gekocht, weil ich dachte, wir könnten vielleicht …“.
„Ja, was denn? Was könnten wir?“
„Ach nichts weiter. Wie war denn dein Tag?“
„Ausgezeichnet! Ich hatte wirklich einen sehr angenehmen Tag. Weißt du wonach mir jetzt wäre?“ Cornelius wartete Brigittas  Antwort gar nicht ab, sondern schlug vor, im Restaurant am See frischen Fisch zu essen.
Einige Stunden später lagen sie im Bett und Brigitta dachte über das nach, was ihr Mann während des Essens erzählt hatte. Kein Wort war über die neue Kollegin gefallen. Er verheimlichte ihr etwas. Das spürte sie. Eine unbändige Eifersucht stieg in ihr auf.
Nach einer schlaflosen Nacht stand sie morgens im Bad. Dunkle Ringe zeichneten sich unter ihren Augen ab. Die würde sie überschminken, dass war überhaupt kein Problem, doch die Wunde in ihrem Herzen, die würde nicht so einfach verschwinden.
Am selben Nachmittag verließ sie ihren Arbeitsplatz eine halbe Stunde früher als gewohnt, um auf dem Parkplatz nach ihrem Mann Ausschau zu halten. Wieder verließ er gemeinsam mit der anderen Frau das Gebäude. Diesmal verabschiedeten sie sich nicht voneinander, sondern sie gingen sehr gezielt ein paar Straßen weiter. Unauffällig folgte sie den Beiden. Bald darauf betraten sie einen Juwelierladen. Brigitta hatte genug gesehen. Das reichte ihr als Beweis, dass ihr Mann sie betrog. Bestimmt kaufte er der anderen einen Ring oder ein teures Collier, um sich auf diese Weise für die schönen Stunden zu bedanken. Eine nagende Eifersucht nahm sie ganz gefangen.
Am Abend waren sie bei Freunden eingeladen. Brigitta fuhr, so wie sie es immer tat, damit Cornelius das eine oder andere Glas Wein trinken konnte. Diesmal sorgte sie dafür, dass es sogar einige Gläser mehr waren als üblich. Cornelius war ziemlich beschwippst. Als sie sich auf dem Heimweg auf einer dunklen Landstraße befanden, fragte sie ihn rundheraus: „Hast du eine Geliebte?“
„Aber Schatz, wie kommst du denn darauf?“, antwortete er und lachte laut. Das war das Letzte, was Brigitta jetzt ertragen konnte. Sie wollte nicht von ihrem Mann ausgelacht werden. Ohne weiter zu überlegen, trat sie das Gaspedal durch, verriss das Lenkrad und fuhr direkt auf einen Baum zu. Cornelius schrie! Sollte er nur schreien. Das hatte er sich selbst zuzuschreiben.
Tage später. Brigitta öffnete mühsam ihre Augen. Ihr Körper schmerzte. Am meisten ihr Kopf. Sie erkannte ihre Eltern. Was machten sie hier?
„Kind!“, hörte sie ihre Mutter wie aus der Ferne. „Da bist du ja wieder.“ Offenbar weinte sie. Langsam, ganz langsam kam die Erinnerung zurück.
„Cornelius?“, fragte Brigitta und das Sprechen strengte sie unglaublich an. Ihre Mutter wich ihrer Frage aus. „Wir wachen jetzt schon seit drei Tagen an deinem Bett, mein Kind. Ich bin so froh, dass du wieder aufgewacht bist.“
„Cornelius?“, fragte sie erneut.
Ihre Eltern wechselten einen Blick, dann antwortete ihr Vater: „Er hat den Unfall nicht überlebt!“
O Gott, was hatte sie nur getan?
Ein paar Wochen später konnte Brigitta das Krankenhaus wieder verlassen. Cornelius war inzwischen eingeäschert und beigesetzt worden. Sie hatte 1.000 Fragen beantwortet und jedermann glaubte ihr, dass sie einem Reh ausgewichen war. Ein Reh! Nur sie wusste, dass es nicht stimmte. Mit dieser Schuld würde sie leben müssen. Doch lieber war sie eine Witwe, als ihren Mann mit einer anderen zu teilen oder ihn zu verlieren. Da war es besser, ihn auf dem Friedhof zu wissen.
Am Abend klingelte es an der Haustür. Brigitta öffnete. Davor stand die Geliebte ihres Mannes.
„Entschuldigen Sie, Frau Reinhard. Ich habe lange überlegt, ob ich zu Ihnen gehe, doch es wäre sicher im Sinne Ihres Mannes, wenn Sie dieses Päckchen erreicht.“
„Ein Päckchen?“
„Ja, Ihr Mann hat es für Sie besorgt. Ich wusste davon. Es sollte seine Überraschung zum 1. Hochzeitstag sein. Wir fanden es jetzt in seiner Schreibtischschublade.“
Wie in Trance nahm Brigitta das Geschenkkästchen an sich. Die junge Frau wandte sich um und ging.
Brigitta öffnete das Schächtelchen. Darin lagen zwei Ohrstecker und ein Kärtchen, auf das Cornelius fein säuberlich geschrieben hatte:
„Wir gehören zusammen, wie dieses Paar Ohrstecker - für immer und ewig. In Liebe! Cornelius“


© Martina Pfannenschmidt, 2015

gif: Sparkralle.de

Kommentare:

  1. Jetzt habe ich doch tatsächlich Gänsehaut bekommen. Eine schöne und zugleich traurige Geschichte hast Du uns heute erzählt.
    Ich dachte mir schon, dass er unschuldig ist, aber mit dieser Kurzschlussreaktion habe ich nicht gerechnet.
    LG
    Astrid

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    1. Ob es wirklich derartige Kurzschlussreaktionen gibt? Vielleicht! In meiner heutigen Geschichte war es eine und damit war der Verlauf der Geschichte nicht unbedingt erwartbar - und genau das war mein Ziel! :-) Gut, dass es nur eine Geschichte ist! Danke für deinen Kommentar! LG Martina

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  2. Gänsehaut pur, wie traurig, ja die verflixte Eifersucht, puh, Sekunden die ein Leben zerstören.LGlore

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    1. Oh ja, Eifersucht kann schlimm enden - ich hoffe allerdings inständig, dass sie nie irgendwo auf der Welt so endet, wie in meiner heutigen Geschichte! LG Martina

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  3. Oje, oje - das so ein schlimmes Ende käme, damit hab ich nicht gerechnet.

    Daß es ein Geschenk für sie sein würde, damit schon. Oder daß die Frau eine Verwandte von ihm ist oder ...

    Eigentlich rechnete ich damit, daß es doch ein Traum war ...

    Puh, wie lebt man damit?

    Alles Liebe
    Eva :)

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    1. Nein, diesmal wollte ich es dramatisch enden lassen. Fiel mir auch ein bisschen schwer - musste aber mal sein :-)! LG Martina

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  4. Meine Güte, so eine dieser "schwarzen Geschichten". Das ist natürlich hart, mit solch einer Schuld leben zu müssen. Ehe man sich zu solch einer Tat hinreißen lässt, sollte man in Ruhe und vernünftig miteinander reden.
    LG Elke

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    1. Ob man wirklich mit einer solchen Schuld klar kommt? Wenn ich eine Fortsetzung schreiben müsste, wüsste ich nicht, wie es weiter gehen sollte in ihrem Leben! Danke für deinen Kommentar! LG Martina

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  5. Liebe Martina,

    erdrückend, diese Schuld auf sich geladen zu haben. Wo blieb das Vertrauen? Wo das klärende Gespräch?

    Ich denke es ist gar nicht mal so gut immer nur behütet und komplikationslos aufzuwachsen.

    Dass sie die Hemmschwelle tatsächlich übertritt kam für mich doch ziemlich überraschend.

    Eine Geschichte die nachdenklich über die eigene Hemmschwelle macht. Danke dafür!

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    1. Du hast recht - es war auch für mich eine Hemmschwelle zu überwinden während des Schreibens. Eigentlich mag ich es, wenn meine Geschichten ein gutes Ende haben. Doch diesmal sollte es anders sein. Klar, wäre die Sache anders ausgegangen, hätte es ein Gespräch gegeben. Deshalb durfte keines stattfinden! LG Martina

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  6. Oh je, das ist ja richtig dramatisch. Eifersucht ist eine Sucht, die jemand verzweifelt sucht, fällt mir da ein. Das war aber eine Kurzschlusshandlung ohne Fragen und Gespräche mit bösen Folgen.
    Daran wird sie nun ihr Lebenlang tragen, hoffentlich kann sie ihr schlechtes Gewissen erleichtern.
    Spannend geschrieben ,Martina, hätte mir noch einige Erklärungen zu der Arbeitskollegin gewünscht,was war sie wirklich?
    liebe grüße, klärchen

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    1. Erklärungen zur Arbeitskollegin? Die gab es nicht, denn es war 'nur' eine Arbeitskollegin, die in seinem Leben keine Rolle spielte. Ich 'brauchte' sie nur, um meine Protagonistin auf falsche Gedanken zu bringen. Der Ausgang finde ich, erklärt es. Danke für deinen Kommentar! LG Martina

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  7. Uiui, jetzt bin ich aber wirklich baff. Das ist ein gruseliges Ende. Die Ehefrau hat trotz ihres behüteten Lebens wohl nicht viel Selbstwertgefühl aufgebaut, sonst wäre eine solche Eifersuchtsattacke ja nicht möglich. LG Tanja

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    1. Ich wollte darstellen, wie sich das Leben durch eine falsche Reaktion von einer Sekunde auf die andere verändern kann. Für sie wird es definitiv nie mehr so sein, wie es mal war. Denn diese Schuld erdrückt sie. Einen schönen Abend! Martina

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  8. Liebe Martina,

    es ist eine Geschichte aus dem Leben.
    Leider ist es manchmal so, wenn jemand Kurzschluss hat.

    Sonnige Grüße
    Elisabeth

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    1. Ganz genau, Elisabeth! Ich wollte darstellen, was eine falsche Handlung bewirken kann und wie sehr sie das Leben eines Menschen für alle Zeiten verändern kann!
      Einen schönen Abend! Martina

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  9. Liebe Martina,
    das ist mal eine ganz andere Geschichte, die sich aber durchaus auch so im wahren Leben abspielen kann ....allerdings hätte die Geschichte ein anderes nEde nehmen können, hätten die beiden rechtzeitig miteinander geredet .......
    Ich wünsche Dir noch einen wunderschönen Nachmittag!
    ♥ Allerliebste Grüße , Claudia ♥

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    1. Diesmal nahm die Geschichte eine unerwartete Wendung, mit der ihr als Leser nicht unbedingt gerechnet habt. Genau das war mein Ziel! Schön, wenn es gelungen ist darzustellen, wie schnell sich das Leben verändern kann. Hoffen wir, dass sie niemals irgendwo Realität wird. Danke und einen schönen Abend! Martina

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  10. Liebe Martina, schlimm gelaufen. Diese Schuld möchte ich nicht auf mich nehmen. Aber so kann es auch sein, nicht nur eitel Sonnenschein. Hätte sie nur gleich mit ihm geredet. Liebe Grüße Eva

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    1. Ja, wir können vielen Dingen aus dem Wege gehen, wenn wir das Gespräch suchen. Hier hat es nicht statt gefunden! Danke und LG! Martina

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  11. liebe Martina,
    eine Geschichte ohne Happy-End, ein ganz trauriges und dramatisches Ende.
    Die junge Frau wird diese Schuld wohl ihr Leben lang begleiten.
    liebe Grüße
    Gerti

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    1. Nein, mit einer solchen Schuld möchte ich auch nicht leben müssen.
      Danke für deinen Kommentar! LG Martina

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  12. Liebe Martina, was geht in einem Menschen vor, von einer Sekunde zur anderen, sich und seinen Partner so unglücklich zu machen. Hätte sie doch den Mut gehabt, ihn einfach zu fragen was los ist und ehrlich zu sagen, dass sie ihn mit dieser Frau gesehen hat wie sie in den Juwelierladen gegangen sind. Und jetzt wird sie ein Leben lang bestraft für ihren Stolz, ihren Vertrauensverlust - ein bitteres Los. LG. Gerda Reichhart

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    1. Ihre krankhafte Eifersucht hat ihr Leben zerstört - und auch das ihres Mannes! Wie hart wäre es in der Realität! Danke für deinen Kommentar! LG Martna

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  13. Liebe Martina,
    eine traurige Geschichte - eine Geschichte die zwei Leben vernichtet hat. Denn auch die Witwe wird zeitlebens nicht mehr froh werden. Man sollte immer versuchen, seine Eifersucht unter Kontrolle zu haben. Und oftmals klären sich Missverständnisse auch auf.
    Liebe Grüße
    Irmi

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    1. In dieser Geschichte habe ich versucht darzustellen, was krankhafte Eifersucht anrichten kann. Furchtbar, was sie aus einem Menschen machen kann. In diesem Fall, da hast du recht, wurden zwei Leben zerstört! Danke und LG! Martina

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  14. stimmt gut dass es eine Geschichte ist... spannend traurig und wiedermal lehrreich für Eifersüchtige Menschen die es übertreiben.. oder gesagt nicht mit dem Partner reden können!
    Hast du toll erzählt!
    Schönen Tag wünsche ich dir!
    Lieben Gruss Elke

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    1. Danke, Elke! Wenn die Eifersucht derartige Auswüchse zeigt, ist sie wohl als krankhaft zu bezeichnen. Sie wird nicht leicht zu heilen sein! LG Martina

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  15. Liebe Martina,
    das ist mal eine ganz andere Geschichte von dir - ein unerwarteter Verlauf, dramatisch. Man zuckt unwillkürlich zusammen und muss sich am Schluss klarmachen, dass es "nur" eine Geschichte war. Aber: es könnte solche Geschichten geben, Eifersucht ist eine schlimme Sache, wenn sie ins Krankhafte abdriftet!
    Herzliche Grüße
    Regina

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    1. Muss man ja auch mal ausprobieren, dachte ich mir. Obwohl ich gestehen muss, es ist mir nicht leicht gefallen, sie so handeln zu lassen. Lieber schreibe ich Geschichten, die romantisch enden. Aber - wie gesagt - immer ist es auch langweilig - vor allen Dingen für den Leser! Danke und LG! Martina

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  16. Puh liebes Klümpchen, da warst du aber echt knallhart !!!!
    :O) .....

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    1. Da kam ich doch am vergangenen Donnerstag - also zwei Tage nach dem Erscheinen dieser Geschichte - in den Blumenladen einer Freundin. Sie sieht mich und sagt: Sach mal, was war denn mit dir los? DIE Geschichte konnte ich meiner Mutter aber nicht vorlesen! - Die Mutter ist im Pflegeheim und sie nimmt immer meine Geschichte mit, wenn sie nicht so schwarz ist, wie diese!!! - Okay, es war ein Versuch. Wenn ihr alle lieber die seichte Welle hättet, bleib ich halt dabei :-(((

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    2. Siehst du mal !!!!!!
      :O) .....

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