Dienstag, 26. Mai 2015

Blauer Himmel

Unsere Reizwörter lauteten diesmal:

Projekt - Schlafmütze - mürrisch - bedauernswert - stopfen

Hier ist die Liste aller reizenden Damen, 
die sich für euch eine Geschichte ersonnen haben: 


Foto bei Renate Kerber stibitzt! :-)


Verena betrat das Zimmer ihres ältesten Sohnes.
„He, Tino, du alte Schlafmütze“, weckte sie ihren Großen. „Du weißt doch, dass du heute mit dem Fahrrad zur Schule fahren musst. Mein Auto ist in der Werkstatt. Ich kann dich nicht fahren. Du musst jetzt aufstehen.“
Tino knurrte so etwas wie ‚Ja’, zog sich dabei jedoch die Bettdecke noch weiter über den Kopf.
„Nee, mein Lieber, so haben wir nicht gewettet“, setzte sich seine Mutter durch und zog ihm die Bettdecke weg.
„Los, hopp jetzt, raus aus dem Bett. Ich muss auch noch Steve wecken. Er wird heute von dem Vater seines Freundes mitgenommen.“
Mühsam schälte sich Tino aus dem Bett, schlurfte mürrisch ins Bad und gab wirklich eine bedauernswerte Figur dabei ab, so dass Verena lachen musste. Anschließend ging sie in das Zimmer ihres jüngeren Sohnes. Hier fand sich ein ganz anderes Bild, denn er lag schon wach auf seinem Bett.
„Guten Morgen, Ma, kann ich jetzt aufstehen?“, fragte er. Wie verschieden ihre Kinder waren.
„Klar, darfst du aufstehen“, antwortete Verena und widerstand ihrem Gefühl, ihren Jüngsten in den Arm nehmen zu wollen. „Mama, das ist voll peinlich!“, hatte er letztens gesagt. Sie musste sich wohl damit abfinden, dass die Kuschelstunden mit ihren Kindern gezählt waren.
Bald darauf saßen sie zu dritt am Frühstückstisch. Verena schmierte noch schnell jedem ein Brot und packte es in die jeweilige Schultasche.
Draußen hupte ein Auto. Beim Blick auf die Uhr erschrak Verena. „Steve, du wirst schon abgeholt. Komm schnell, damit sie nicht auf dich warten müssen.“
Verena winkte ihm nach und ging wieder zu ihrem Großen in die Küche. „Tino, beeil dich bitte. Schau mal auf die Uhr. Du musst gleich ordentlich in die Pedalen treten, sonst kommst du zu spät!“
Noch kauend erhob er sich, schnappte zuerst seine Jacke, anschließend seine Tasche und machte sich auf den Weg. Er brachte tatsächlich ein ‚Tschüß’ über seine Lippen und erklärte seiner Mutter im Wegfahren, dass er erst später heim käme, da er gemeinsam mit seinem Freund an einem Projekt in der Schule arbeite.
„Ist okay, aber jetzt musst du wirklich los“, verabschiedete Verena ihren Sohn und winkte auch Tino nach, obwohl es ihm bestimmt nicht recht war.
Sie ging zurück in die Küche, setzte sich noch einmal in aller Ruhe an den Tisch, um eine Tasse Kaffee zu trinken, bevor sie ihrer täglichen Arbeit im Haushalt nachging.
Als sie in das Zimmer ihres Großen kam, öffnete sie zuerst einmal das Fenster weit. Es war zwar noch kühl an diesem Vormittag, doch der Himmel zeigte sich in seinem schönsten Blau. Das Martinshorn, das sie währenddessen aus der Ferne hörte, wollte so gar nicht dazu passen.
Während Verena im Wohnzimmer saugte, sang sie laut das Lied, das sie gerade noch im Radio gehört hatte. Aus diesem Grund überhörte sie zunächst die Haustürklingel. Als sie den Staubsauger jedoch anschließend wieder in seine Ecke verbannte, bemerkte sie diese dann doch.
„Guten Morgen, Frau Mühlenhaus, dürfen wir herein kommen“, fragte einer der beiden Polizisten, die vor ihrer Haustür standen.
Verena verspürte sofort einen dicken Kloß im Hals. Es musste etwas passiert sein! Sie trat einen Schritt zur Seite, schaffte es aber nicht, ein Wort heraus zu bringen. Als sie mit den Männern im Wohnzimmer saß, nahm einer der beiden das Wort. „Frau Mühlenhaus, wiederholte er ihren Namen abermals, wir müssen ihnen eine schlechte Nachricht überbringen.“ – Obwohl Verena saß, hatte sie das Gefühl zu schwanken und gleich vom Sessel zu fallen. Etwas Schlimmes kam da auf sie zu. Sie spürte es.
„Ihr Sohn Tino hatte einen schweren Verkehrsunfall. Er hat anscheinend die rote Ampel übersehen. Ein LKW konnte nicht mehr ausweichen und hat ihn erfasst. Leider kam jede Hilfe zu spät. Er verstarb noch an der Unfallstelle.“
Verena hörte, was die Männer sagten. Im selben Moment wurde ihr schwarz vor Augen und sie verlor das Bewusstsein.
Ein Jahr später:
Verena stand in der Küche. Sie belegte einen Obstboden mit Himbeeren. Die hatte Tino immer so gerne gegessen. Sie ging ins Wohnzimmer, öffnete die Tür der kleinen Bar und schenkte sich ein Glas Wodka ein. Sie ging zurück in die Küche und belegte die Torte weiter mit dem roten Obst. ‚Was mache ich hier eigentlich?’, fragte sie sich während dieser banalen Tätigkeit und wofür machte sie das. Es war doch alles sinnloses Tun. Am liebsten hätte sie den ganzen Kladderadatsch an die Wand gepfeffert. Aber das ging ja nicht. Die Torte war für Steve, der heute seinen 14. Geburtstag feierte. Wieder ging Verena ins Wohnzimmer und öffnete das Barfach. In zwei Jahren würde er 16. - Tino war nur 16 Jahre alt geworden. Warum war ihr Auto an dem Tag des Unglücks in der Werkstatt? Wenn sie ihn gefahren hätte, dann … Warum musste er so jung sterben und warum musste sie das alles ertragen? Warum hatte Gott das zugelassen, dass ihr Sohn starb? Warum? Niemand hatte ihr bisher darauf eine Antwort geben können. Niemand! Wenn Verena ihr jetziges Leben und das letzte Jahr betrachtete, war sie eigentlich auch tot, mit dem einzigen Unterschied, dass sie noch auf dieser Erde herum lief. Warum? Warum durfte sie nicht bei ihrem Sohn sein und warum war dieses Unglück geschehen? Was hatte sie getan, dass sie derart bestraft werden musste? Diese ständigen Gedanken waren einfach unerträglich.
Als sie am Nachmittag mit Steve alleine vor der Himbeertorte saß, war sie eigentlich gar nicht anwesend. Wortlos pickte sie eine Himbeere von der Torte und stopfte sie in ihren Mund.
Steve sah seine Mutter an und frage sie tief traurig: „Mama, weißt du eigentlich, dass du zwei Söhne hast? Wir sind nicht beide gestorben. Ich lebe noch. Aber du siehst mich gar nicht mehr. Wenn du mal sprichst, dann geht es garantiert um Tino. Doch er ist nicht mehr da, Mama. Er fehlt uns allen. Mir und Papa genau so wie dir, doch wir drei leben noch! Wir sind nicht tot. Bitte tu nicht so, als würden wir alle nicht mehr existieren und bitte, hör auf zu trinken. Du kannst deine Sorgen nicht im Alkohol ertränken!“
Verena sah ihrem Sohn entsetzt in die Augen. Tränen waren darin zu sehen. Erst jetzt bemerkte sie, dass Steve in diesem einen Jahr erwachsen geworden war. Auch seine Traurigkeit hatte sie nicht wahr genommen. Wie konnte sie ihr lebendes Kind nur so vernachlässigen? Verena hatte nicht geweint, ein ganzes Jahr lang hatte sie keine einzige Träne geweint, doch jetzt brachen alle Dämme. Sie weinte und schluchzte, als ihr Mann die Küche betrat.
„Endlich“, sagte er, ging zu ihr und nahm seine Frau in die Arme. „Endlich weinst du. Jetzt werden wir es gemeinsam schaffen!“ 


© Martina Pfannenschmidt, 2015


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Kommentare:

  1. Liebe Martina,

    deine fantastische Geschichte erfreut mich.

    Sonnige Grüße
    Elisabeth

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    1. Ich freue mich über deinen Kommentar! LG Martina

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  2. Liebe Martina,

    oh, das ist eine ganz andere Geschichte von dir, sehr tragisch - eine Geschichte, wie sie sicherlich schon oft passiert ist, wenn ein Mensch auf diese Weise aus dem Leben gerissen wird. Ich mag mir das gar nicht vorstellen. Ich glaube, dass es für Eltern das Allerschlimmste ist, ein Kind zu verlieren!
    Sehr gut geschrieben und sehr einfühlsam die Situation der Mutter dargestellt. Vielen Dank!

    Liebe Grüße
    Regina

    P.S. Bei mir hat sich ein falsches Wort eingeschlichen, statt stopfen wurde es stapfen. Sorry! Ich lasse meine Geschichte aber nun mit dem "falschen" Wort stehen. :)

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    1. Zuerst hatte ich ein bisschen Bauchweh, als sich diese Geschichte in meinem Kopf bildete, doch dann dachte ich mir, so geht es aber doch im Leben - morgens ist alles noch in Ordnung und am Abend gerät die Welt aus den Fugen. Deshalb habe ich mich an dieses schwierige Thema gewagt. - Und dass du ein 'o' und ein 'a' verwechselt hast, das macht doch gar nichts. Ich habe mir kurzerhand vorgestellt, wie sich der Junge im Stau einen Keks in den Mund stopft!!! Lach!! LG Martina

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  3. Liebe Martina, was für eine tragische Geschichte, erinnert mich gerade an eine Schulfreundin, deren Tochter mit 18 Jahren tot auf einem Parkplatz liegend aufgefunden wurde (sie hatte einen Gendefekt am Herzen, wie sich später herausstellte) und an meinen Schwager der auch mit 18 Jahren an einem Tumor verstorben ist.
    Es ist für alle Hinterbliebenen schwer einigermassen in die Normalität des Lebens zurückzufinden, für eine Mutter aber fast unmöglich

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    1. Liebe Sophie, ich hab es gerade bei Renate geschrieben. Ein bisschen Bedenken hatte ich wegen des Themas. Aber leider gehört auch das zu unserem Leben. Ob ich jeweils wieder in einen normalen Alltag käme? Ich mag es mir nicht vorstellen, in diese Situation zu kommen. Einfach furchtbar! LG Martina

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    2. Also, liebe Martina - ich bin ja nich die Renate, ne? Irgendwie schmeißte mich immer mit der lieben Renate durchenander ... ts ts ts

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  4. Als ich anfing zu lesen , schmunzelte ich noch , ach wie aus dem täglichen Leben gegriffen .
    Aber dann diese traurige dramatische Wende . Ja das ist schlimm ,aber kann so jeden Tag passieren . Hat mich sehr berührt , zumal der Tod leider auch allgegenwärtig ist . Und so wichtig Trauer auch ist , vergisst man , das das Leben weiter geht .

    Schöne Woche . GLG JANI

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    1. Ich wollte darstellen, liebe Jani, wie schnell sich das Blatt wenden kann und eine harmonische Familie und ihren fröhlichen Alltag in eine tiefe Krise und Depression stürzen kann. Danke für den Kommentar! Martina

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  5. Danke, Martina, für Deine Geschichte. Sehr anschaulich beschrieben.

    Interessant, immer wieder, welch verschiedene Geschichen aus unseren gemeinsamen Reizwörtern entstehen.

    Alles Liebe
    Eva :)

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    1. Ja, diesmal gehen die Gedanken wahrlich sehr weit auseinander - vom Märchen - über einen Stau - einen Umzug - die Berge - einen Traum - und das 'Verschlafen' war alles dabei! Das ist doch für den Leser schön und abwechslungsreich! LG Martina

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  6. Mir ging es wie Jana, zuerst schmunzelte ich noch. Bis die tragische Wende kam. Für Verena wird das Leben nie wieder so sein, aber glücklicherweise hat sie noch rechtzeitig gemerkt, dass liebe Menschen an ihrer Seite sind, die ihre Trauer mittragen.
    Danke für Deine berührende Geschichte, zeigt sie doch einmal mehr, wie kostbar jeder Tag ist, den wir mit lieben Menschen um uns herum verbringen dürfen. In der Hektik des Alltags vergisst man das leider manchmal...
    Liebe Grüße
    Inge

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    1. Vielen Dank für deine lieben Worte zu meiner Geschichte. Gut, dass wir nicht wissen, wie lange wir alle noch beieinander sind. LG Martina

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  7. Liebe Martina,
    ich habe jetzt tatsächlich Tränen in den Augen. Das ist die Angst, die wohl jede Mutter in sich verspürt. Die Angst um ihre Kinder, um ihre Lieben. Wir haben nur einen Sohn und er ist schon erwachsen, aber die Angst bleibt. Ich bin immer froh, wenn ich alle meine Lieben um mich versammelt habe.
    LG
    Astrid

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    1. Ich bin auch so eine 'Glucke', die all ihre Lieben am liebsten immer unter ihren Flügeln beschützt. Aber das geht natürlich nicht. - Ich denke gerade an eine Mutter, deren Mann kam vor vielen Jahren bei einem tragischen Verkehrsunfall ums Leben. Sie sagte später: Du wirst es nicht glauben, aber ich mache mir heute weniger Sorgen um meine Kinder als vorher. Als ich fragte, weshalb, antwortete sie: Weil ich mir nicht vorstellen kann, dass das Schicksal in meinem Leben zweimal sooo hart zuschlagen wird. Das hat mir eine Gänsehaut gemacht! LG und Danke für deinen Kommentar! Martina

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  8. Liebe Martina,

    danke für dein herzliches Willkommen heißen.
    Gerne habe ich deine Geschichte gelesen und zunächst dachte ich, - ach das kommt mir doch bekannt vor, als hätte es sich, zu früheren Zeiten, in meinem Haushalt so abgespielt (denn unser Sohnemann kam auch jeden Tag so schlecht aus dem Bette;-)...doch dieses tragische Ende der Geschichte , ließ mir die Gänsehaut über die Arme laufen...die Geschehnisse, ein Albtraum, einer jeden Mutter.

    Liebe Grüße
    Klaudia

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    1. Ja, ein wahrer Albtraum, der für viele Menschen leider Realität wird. Wie und ob man jemals darüber hinweg kommt? Ich kann und mag es mir nicht vorstellen! LG und vielen Dank, dass du bei mir gelesen und kommentiert hast! Martina

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  9. Liebe Martina,
    alles war noch gut und dann das. Ja leider ist das Leben nicht nur schön. Und dann bekommt man entweder die Kurve oder nicht. Sehr schön geschrieben. Danke Liebe Grüße Eva

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    1. Ja, zuerst war noch alles gut. Eine fröhliche Familie - und dann kam die Wende. Ich glaube, in der Realität ist dann wirklich nichts mehr so, wie es mal war. Danke für deinen Kommentar! LG Martina

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  10. Puh, was für eine Geschichte, am Anfang dachte ich noch der normale Wahnsinn, Kinder! Und dann das! Wunderbar beschrieben und auch verständnisvoll für die Mutter die immer wieder zur Wodkaflasche greift, aber dann die Hilfe ihrer Familie am Ende.
    Dabei wollte ich dich noch aufziehen von wegen "reizender Damen" da stelle ich mir nämlich ein altes Fräulein mit altmodischem netten Hütchen vor. LGLore

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    1. Dankeschön, Lore! - Ja und sag mal, hast du denn kein Hütchen???? LG Martina

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  11. Vor einer solchen Situation hat wohl jede Mutter Angst. Ich bin auch so eine, die sich immer zu viel Sorgen macht.
    LG Elke

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    1. Und das kann man irgendwie nicht abstellen. Ist mir gut bekannt!!! Danke für deinen Kommentar! LG Martina

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  12. Ach Martina, welch tragische Geschichte und doch so wahr.
    Mein Cousin wurde als Kind von einem Auto überfahren und dies mußten seine Mutter
    (eine von Mama`s Schwester) und Goth (die mich groß zog) mit ansehen. Er wollte nur freudig über die Strasse laufen und der Autofahrer hat ihn nicht gesehen. Goth sagte später oft, er hatte nur eine kleine Wunde am Kopf :-( und war doch tot.
    Als ich jetzt deine Geschichte las, kam mir auch sofort in den Sinn, wie konnten Tante Anneliese und Goth (die eigentlich Agnes hieß) dies ertragen.
    ........

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    1. Weißt du, ich dachte gerade über deinen Kommentar nach. Du hast ja auch so etwas Schreckliches erlebt - zwar in anderer Form, aber als fünfjährige seine Mutter zu verlieren, dass ist auch verdammt hart!! Es heißt immer so schön: Das Leben geht weiter. Ja, dass tut es! Fragt sich oft nur, wie und ob man den Schmerz über einen solchen Verlust ertragen kann.

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  13. Deine zutiefst traurige Geschichte hat mich sehr berührt. Da sieht man wieder vor keinem macht das Schicksal halt. Von einer Minute auf die andere, können schreckliiche Dinge passieren. Darum sollte man nie unversöhnt Auseinandergehen wenn Unstimmigkeiten da sind.
    LG. Gerda Reichhart

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    1. Ja, so ist es Gerda! Streitend auseinander zu gehen, das ist schlimm. Wenn dann wirklich etwas passiert und man kann es nie mehr ausbügeln. Eine ganz furchtbare Vorstellung! Danke, dass du bei mir gelesen hast und für den lieben Kommentar! Martina

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  14. Guten Abend, Martina,
    diese Geschichte ist so tragisch! Und doch kommt so etwas sehr oft vor... Meiner Kollegin ist das vor drei Jahren passiert - ihr Mann hat sich morgens verabschiedet, um mit einem Freund zum Wandern zu gehen, und am Mittag bekam sie einen Anruf, dass von einer Minute auf die andere einen Herzinfarkt hatte... Ich habe zwar keine Kinder - aber ich mache mir dafür oft Sorgen, wenn mein Mann unterwegs ist, und bin heilfroh, wenn er gesund wieder zurück kommt ...
    Leider vergisst man zu gerne, wie zerbrechlich das Leben ist, und wie schnell ein Unglück eine glückliche Familie auseinanderreißen kann...
    Liebe Grüße, und vielen Dank für Deine Erinnerung daran, wie kostbar jede Minute ist, die man zusammen verbringen darf!
    Christine

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    1. Liebe Christine, jetzt hat mir dein Kommentar eine Gänsehaut gemacht - ja, wir vergessen oft, wie kostbar gemeinsame Momente sind! Danke und auch dir einen schönen Abend! Martina

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  15. Liebe Martina,
    eine Geschichte, wie sie das wahre Leben oft schreibt. Ich glaube, es gibt nichts Schlimmeres
    für Eltern, als am Grab eines Kindes zu stehen. Aber es ist tragisch, wenn man in seiner Trauer
    seine Mitmenschen vergißt. In deiner Geschichte hat derJunge das richtige getan und die Familie hat wieder zueinander gefunden.
    Diesmal sind die Geschichten alle anderes ausgelegt.
    Liebe Grüße
    Irmi

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    1. Guten Morgen, Irmi! Beide Aussagen sind richtig: Es gibt wohl kaum etwas Schlimmeres und die Geschichten gehen weit auseinander, was die Themen anbelangt! Danke für deinen Besuch und den Kommentar! Martina

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  16. Liebe Martina, das ist eine sehr traurige Geschichte, aber ich muss sagen, Du hast es wunderbar gemacht. So wie es ist, mitten aus dem Leben heraus, das noch so normal war, passiert so ein Unglück. Nichts auf das man sich vorbereiten könnte, kein Abschied möglich, von einer Sekunde auf die andere ein anderes Leben. Und die Mutter hat sich ausnahmsweise mal keine Sorgen gemacht und dann das...Ich bin sehr berührt. LG Tanja

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    1. Liebe Tanja, ich habe lange überlegt, ob ich einmal dieses Thema aufgreife. Es ist so unglaublich tragisch, wenn das passiert und am liebsten möchte man gar nicht darüber sprechen - oder in meinem Fall schreiben. Doch es gehört auch zum Leben und soooo viele Menschen haben es schon erlebt. Lieber schreibe ich Liebesgeschichten, die romantisch enden - aber das Leben schreibt halt auch andere Geschichten! Danke für deinen Kommentar! Martina

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