Mittwoch, 21. Januar 2015

Das ich das überlebt habe!


'Dreck scheuert den Magen' - darüber denke ich heute noch einmal laut nach.
Wenn ich an meine Kindheit zurück denke, frage ich mich ernsthaft, wie ich diese Zeit überhaupt überleben konnte. Ich hatte nämlich keine Mutter, die mit einem Desinfektionsmittel hinter – oder besser: vor – mir herwischte, um alles um mich herum keimfrei zu halten.
Ich habe im Matsch gespielt – vielleicht sogar das Wasser aus einer Pfütze probiert. Und dann steht die Frage im Raum: Wie keimfrei war das Plumpsklo unserer Nachbarn, zu denen wir Kinder zu gerne gingen, weil es so etwas Besonderes hatte? Und wenn ihr es nicht weitersagt: Ein Waschbecken, um sich anschließend die Hände zu waschen, war weit und breit nicht in Sicht.
Unsere Straße war damals noch nicht geteert, sondern bestand aus Staub und kleinen Steinchen. Die steckten dann auch schon mal im Knie - in der offenen Wunde -, wenn man hingefallen war. Diese kleinen Steinchen befanden sich aber hin und wieder auch auf dem Brot mit Rübenkraut (Sirup), das ich draußen essen durfte und dass mir dann auch schon mal auf die Straße fiel. Steinchen mit Dreckfingern rausgefischt – weiter gegessen! Und jetzt kommt es: Ich habe das alles überlebt!!! 
Es war wirklich so, dass meine Eltern sagten: ‚Dreck scheuert den Magen’. Sie wurden nicht hysterisch, wenn ich völlig verdreckt war. Nicht, dass jetzt ein falsches Licht auf meine Eltern fällt: Ich  m-u-s-s-t-e  (von mir aus wäre es nicht unbedingt notwendig gewesen) mich waschen und auch meine Zähne putzen. Auch war meine Kleidung sauber – aber halt nur so lange, bis ich vom Spielen heim kam.
Ob uns diese fiesen Keimmonster aus der Werbung heutzutage dazu bringen, übermäßig auf Sauberkeit zu achten und beruht die Hysterie vielleicht nur auf einem Schachzug genialer Werbestrategen?




Kommentare:

  1. Liebe Martina,

    genauso habe ich das in meiner Kindheit auch erlebt, ja und meine Kinder eigentlich auch. Sie, besonders der Große, waren auch immer schmutzig fast bis zu Unkenntlichkeit und es hat ihnen nicht geschadet.
    Liebe Grüße am Mittwochmorgen (bin noch zu Hause heute)
    Regina

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    1. Schön, dass wir mal wieder miteinander gesprochen haben!

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  2. auch bei uns war es so, nur hiess das Motto "Dreck macht Speck". Und schön war diese Kindheit!

    Liebe Grüsse
    Dorothée

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    1. Hallo Dorothée, dieses Motto kannte ich vorher nicht. Es hat mir aber schon jemand bei meinem Post am Montag geschrieben. Ich hatte es vorher wirklich noch nie gehört. Danke für den Kommentar! Martina

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  3. Ja, genau, so war das bei uns auch "Dreck macht Speck" .....wie Dorothee schon sagte, und schön war sie, unsere Kindheit ..naturverbunden und stressfrei ;O)
    Ich wünsche Dir einen schönen und glücklichen Tag!
    ♥ Allerliebste Grüße, Claudia ♥

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    1. Ich habe es gerade eben schon geschrieben, dass mir 'Dreck macht Speck' völlig unbekannt war. Aber wie auch immer - er hat uns jedenfalls nicht geschadet! LG Martina

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  4. Liebe Martina,
    mein Vater sagte immer "Dreck reinigt den Magen" - aber das ist ja das Gleiche. Wir haben im Winter Schnee gegessen, wenn wir Durst hatten, im Sommer den Honig aus dem Kleeblättern gelutscht, und wir waren bei Weitem nicht so oft krank wie die Kinder heutzutage.
    Ich denke mir auch jetzt noch nichts dabei, wenn mir mal irgend etwas Essbares runterfällt, es wieder aufzuheben und weiter zu essen. Natürlich nicht, wenn es auf der Straße passiert, aber da esse ich auch eher selten ... **lach**
    Nein, ich denke, die ganze Arie mit dem Desinfizieren dient nur dazu, den Umsatz von Putzmitteln anzukurbeln...
    Wobei das natürlich in einem Krankenhaus oder im Altersheim schon anders zu sehen ist.
    Liebe Grüße
    Christine

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    1. Oh ja, wir haben auch Schnee gegessen und uns Eiszapfen abgebrochen und sie gelutscht. Heute bin ich ganz unsicher, wenn es meine Enkelinnen auch probieren möchten, ob ich sie machen lassen soll oder nicht. - Danke für den Kommentar! Martina

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    2. Liebe Christine, das mit den Krankenhäusern ist ein gutes Stichwort. Nur, wenn die so auf Desinfektion aus sind, dann muß man sich doch fragen, warum gerade in den Krankenhäusern Keime bestehen, die so resistent sind, daß sie die Menschen töten. Die tödlichsten Krankheiten holt man sich neuerdings in den Krankenhäusern und es geht absolut nicht in die Richtung, evtl. mal kolloidales Silber o.ä. zu nutzen, um Bakterien nebenwirkungsfrei abzutöten, nur weil eine profitgierige Masse an anderen Produkten der Pharmamafia sehr viel Geld verdient und der Rest der Menschheit sich nicht für Alternativen interessiert und/oder die Verdummung durch die Medien einfach so hinnimmt. Das ist schon schlimm. Und solange die Ausbildungsinhalte des medizinischen Personals von der Pharmamafia vorgegeben werden, wird sich auch daran nichts ändern. Und die Welt schaut zu...

      LG Petra K.

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    3. Liebe Petra! Klar hast du recht!!! Bei uns gibt es auch Silberwasser im Haushalt - doch das ist etwas, was 'aus der Mode' gekommen ist. Es muss einfach wieder mehr in das Bewusstsein der Menschen. Ja, die Welt schaut zu! Die meisten zumindest. Doch es gibt - Gott sei Dank - immer mehr Menschen, die vieles hinterfragen und sich auch zu Wort melden - so wie du zum Beispiel!!! Aufklären, wo man kann und dies ohne Vorwürfe, das ist für mich der richtige Weg! LG Martina

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  5. Da hast du meinen Hinweis ja gleich in die Tat umgesetzt. "Dreck reinigt den Magen", hat meine Oma auch gesagt. Aber heute kann man leider nicht mehr immer ohne weiteres Schnee essen, wegen der Umweltverschmutzung. Jedoch ist es nicht gut, wenn Kinder steril aufwachsen. Auf dem Land haben wir es da leichter.
    LG Elke

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    1. Ja, du hast mich inspiriert, das stimmt!! Danke dafür!!! Eigentlich wollte ich ja über den Spruch etwas schreiben, doch ich habe leider nicht gefunden, woher er kommt! LG Martina

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    2. Ich denke, du bist da schon auf der richtigen Spur. Früher hat man die Früchte, die man nicht nur im Garten hatte, sondern auch in Wald und Feld gefunden hat, z. B. Himbeeren, Brombeeren, Preiselbeeren beim Sammeln auch gegessen. Der Spruch sollte wohl ausdrücken, dass ein bisschen Staub und Sand nichts ausmachen, so ist meine Vermutung. Heute muss man wieder darauf achten, ob in der Nähe nicht gespritzt wurde, wenn man am Waldrand etwas pflückt.
      LG Elke

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    3. Wir leben ja auch dem Land - inmitten von Feldern. Es ist unglaublich, wie viel Gift so ein Bauer im Laufe eines Jahres auf das Feld und das Korn spritzt. Wenn das Feld direkt hinter unserem Garten gespritzt wird, gehen wir immer schnell ins Haus. Doch viel bringt es nicht. Es setzt sich ja auch auf unseren Sträuchern ab!

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  6. ..... und es war einfach schöööööön damals. Das unbeschwerte Spielen auf der Strasse und im Gelände, Sand- und Lehmkuchen gebacken und Matschburgen.
    und weißt du was, liebe Martina, bei uns hieß die Devise auch DRECK MACHT SPECK, was jetzt ein idealer Übergang zum folgenden Post wäre ABER ich hüpfe ja rückwärts
    *hüpfen verbraucht auch Kalorien*
    und wenn du nochmal lachen willst, klick mal hier :
    https://www.youtube.com/results?search_query=backe+backe+kuchen+katzen
    :O) .....

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    1. Hast du schon einmal hüpfende Kühe gesehen? Also ich nicht. Und wie würde das aussehen - bei dem Euter?!?!? HIHIHI
      Hoffentlich hast du jetzt den anderen Kommentar zuerst gelesen, sonst verstehst du hier nämlich nur Bahnhof und Zug weg!!!! - Ich schau mir das jetzt mal auf youtube an!!! Danke! Martina

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