Sonntag, 14. Dezember 2014

Weihnachtszeit - Gedicht

Erinnert Ihr Euch an dieses Gedicht aus meinem Online-Adventskalender 2013? Da inzwischen einige neue Leser zu mir gefunden haben und das Gedicht so gut in diese Zeit passt, möchte ich es noch einmal veröffentlichen:

Wenn die Menschen eilig durch die Straßen laufen,
wir losziehen, um eine Tanne zu kaufen -
wenn die Mutter leckere Kekse backt
und der Vater noch Kaminholz hackt –
wenn es überall nach Bienenwachs durftet,
der Opa schwer beim Schneeschieben schuftet –
wenn die Kinder schon die Tage zählen,
die Pfarrer sich mit der Predigt quälen –
wenn liebe Briefe geschrieben werden,
und es heimelig wird hier bei uns auf Erden –
wenn Geschenke erhalten noch buntes Papier,
aus dem Schrank geholt wird das gute Geschirr –
wenn das Silberbesteck noch schnell wird geputzt
und das leider auch nicht sehr viel nutzt –
wenn die Ente schon im Kühlschrank liegt
und nicht mehr über die Wiese fliegt –
wenn der Tannenbaumständer wird gesucht
und Papa beim Einstielen lauthals flucht –
wenn das Haus erstrahlt im hellen Glanz,
die Ella ein Geschenk sucht für ihren Hans –
wenn es nach Glühwein duftet an jeder Ecke,
und Lichter erstrahlen in jeder Hecke –
wenn sich Frieden einstellt auf dieser Welt,
den man nicht kaufen kann - auch nicht für Geld –
wenn das Festgewand noch gebügelt wird,
und die Kinder proben als Engel und Hirt’ –
wenn Oma die Betten noch frisch bezieht,
oder mit Opa gar in den Süden flieht –
wenn der Männerchor noch mal Probe hat,
der Kantor sucht nach dem Notenblatt –
wenn die Einkaufswagen fast überquellen,
ich lieber hier bin, als auf den Seychellen –
wenn der Adventskalender ist fast leer,
und im Himmel singt der Engel Heer –
wenn allüberall die Lieder erklingen,
und wir „Alle Jahre wieder“ singen –
wenn stille Freude stellt sich ein –
dann muss bald Weihnachten sein!

Martina Pfannenschmidt, 2013

Kommentare:

  1. Genauso wie du es in deinem Gedicht beschreibst, habe ich es die letzten Tage empfunden und ich bin froh, wenn dann bald Ruhe einkehren wird, aber das klappt wahrscheinlich erst am nächsten Sonntag und deshalb nehme ich mir heute mal wieder eine kleine Auszeit und lasse es mir gut gehen!
    Auch für dich einen schönen dritten Advent und liebe Grüße
    Regina

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    1. Irgendwie kann man sich diesem Stress gar nicht entziehen, oder wirklich nur für einen kurzen Moment. Die kommende Woche bringt auch noch mal so das eine und andere mit sich und am kommenden Sonntag kommen dann meine Schwiegereltern und meine Schwägerin einen ganzen Tag (schon zum Frühstück) zu Besuch. Das wird schon ein kleiner Vorgeschmack auf Weihnachten, denn meine Tochter und ihr Mann haben entschieden, dass die Kinder dann natürlich auch schon an dem Tag die Geschenke von ihnen bekommen dürfen, damit sie sehen, wie sie sich (hoffentlich) freuen. Also: Auf in die nächste Woche!! LG Martina

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  2. Also so gut es geht einteilen und aufteilen und zwischendurch immer mal ein Päuschen !!
    Und weißt du was - dein Gedicht gefällt mir echt gut !!!!!
    jetzt wünsche ich dir noch einen gemütlichen und stressfreien Abend !!
    gaaaanz <3liche Grüße von Renate ( fast völlig gelassen und cool *zwinker* )

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    1. Schön, dass es dir gefällt! Das freut mich wirklich!
      In dieser Woche muss man echt aufpassen, nicht vom Stress überrannt zu werden. Aber ich bemühe mich! LG Martina

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    2. Oh, bin ich denn schon durch ??
      Ich hoffe du hast es jetzt wieder etwas ruhiger. Ich kann eigentlich nicht sagen, dass ich mich gestresst fühle, aber die Tage sind seeeehr voll gepackt und unser Überraschungsbesuch hat meine Planung etwas durcheinander gebracht, aber das läßt sich alles regeln ;-)
      ;O) .....

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    3. Mir geht es auch so. Etwas mehr zu tun und zu planen, aber kein Stress. Morgen kommen meine Schwiegereltern und meine Schwägerin den ganzen Tag (schon zum Frühstück) zu Besuch. Sie wohnen weiter entfernt und wir sehen uns somit nur selten. Das wird zwar auch anstrengend, aber sicher schön. Und dann läuft es eigentlich wie von selbst. Mein Schwiegersohn ist ab Montag zu Hause und die Kinder auch. Meine Tochter arbeitet am Montag noch. Mein Mann Montag und Dienstag. Am Heiligabend gehen wir traditionsgemäß alle frühstücken, dann noch durch die Stadt. Nachmittags ist dann schon zeitig Bescherung, damit die Kinder noch mit ihren neuen Spielsachen spielen können. Abends gibt es nur eine Kleinigkeit. Am 1. sind wir bei meiner Schwester eingeladen, am 2. mit der eigenen Familie alleine. Am Sonntag kommen der Bruder und seine Frau von Seiten meines Mannes - und das war es dann schon. Bei uns läuft das Fest ziemlich gemütlich ab und darauf freue ich mich! Danke, dass du soooo lange bei mir warst und für die vielen liebevollen Kommentare! Martina

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  3. ich bin nicht neidisch auf eure Weihnachtlichen Besuche und denke hoppla ich habs doch gut die ganze Rennerei mit einkaufen udn Zetteln , das darf nicht vergessen werden usw... aber es ist auch schön die Familie zu sehen und wenigstens an diesen Tagen zusmamen zu feiern..
    das ist bei mir nicht ich sage nicht leider sondern es ist so wie es ist und drücke meinen Schatz an mich und weis ich bin nicht alleine.
    Dein Gedicht ist wunderschön und drückt es aus wie es so ist... toll!
    So wünsche ich dir ein schönes vorweihnachtliche Zeit mit so manche Auszeit wenns geht!
    Lieben Gruss Elke

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    1. Schön ist, dass du wirklich nicht allein bist. Das finde ich zu Weihnachten nicht so schön. Warum auch immer, diese Tage drücken doch ein wenig aufs Gemüt. Jedenfalls ist es bei mir so.
      Ich werde mir meine Zeit so einteilen, dass es nicht zu stressig wird! LG Martina

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