Freitag, 18. Oktober 2013

Der Wind - Ein starker Geselle

Heute war es sehr windig und Maren spielte lieber in ihrem Zimmer. ‚Ka-wumm!’ Was war das denn für ein Krach da draußen?
Maren wischte ihre kleinen Stofftiere mit einer Handbewegung von der Fensterbank, zog sich ihren Kinderstuhl heran und schaute aus dem Fenster. Der Wind hatte die Mülltonne von Nachbar Manfred umgestoßen. Er kam schimpfend aus seinem Haus gerannt und versuchte, seinen Müll, der durch die Straße flog, wieder einzusammeln. Das war lustig.
Maren stützte ihren Kopf auf ihre Hände und sah weiterhin aus dem Fenster. Links waren 5 Häuser zu sehen. Sie kannte alle, die dort wohnten, denn es waren ja ihre Nachbarn. Wenn sie nach rechts schaute, dann sah sie Felder und Wiesen und den Wald.
‚Hui, Hui’, machte der Wind. „Ich glaube“, dachte Maren, „der Wind macht sich einen Spaß mit Manfred.“
Da kam Tobi auf seinem Fahrrad. Er musste mächtig in die Pedalen treten, um gegen den Wind anzukommen. „Ganz schön stark kann er sein, der Wind“, ging Maren durch den Kopf.
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‚Plopp, plopp’. Zwei Äpfel, die noch hoch oben im Baum gehangen hatten, fielen herunter und gesellten sich zu den anderen, die schon im Gras lagen.
Maren dachte an das Lied, das sie in den letzten Tagen im Kindergarten geübt hatten. Wie ging das noch?
Eine kleine Strophe fiel ihr wieder ein: „Hui, Hui, ich bin der Wind! Hui, Hui! Das himmlische Kind!“
In ihrem Gute-Nacht-Buch gab es eine Geschichte über den Wind. Da sah man eine wetter-0022.gif von 123gif.de Download & Grußkartenversand Wolke, die ganz tief Luft holte und dann pustete. Ob der Wind wirklich von den Wolken gemacht wurde? Sie wollte später ihren Vater danach fragen. Er wusste auf alle ihre Fragen immer eine Antwort. Und Maren hatte viele Fragen. ‚Hui, Hui’. Der Wind tanzte mit den Blättern. Sie drehten sich wild im Kreis.
Tante Emma kam aus dem Haus. Sie trug eine dicke Jacke und ein Kopftuch. Ein Hut wäre ihr auch sicher vom Kopf geweht. Sie hatte einen Korb im Arm und wollte einkaufen gehen.
Jemand schloss die Wohnungstür auf. Das konnte doch nur Papa sein. War es denn schon wieder so spät? Maren sprang vom Stuhl, rannte in den Hausflur und lief ihrem Vater entgegen.
„Hallo, meine kleine Maus“, sagte Papa, „du bist ja stürmischer, als draußen der Wind.“
„Du Papa, woher kommt eigentlich der Wind?“, fragte Maren.
„Nun lass mich zuerst einmal meine Jacke ausziehen, dann gehen wir in die Küche und dann erklär ich dir den Wind“, meinte Papa.
Eine Weile später saßen alle drei am Küchentisch: Mama, Papa und Maren. 

(Wie Papa Maren die Sache mit dem Wind erklärt, lest ihr morgen!)


1 Kommentar:

  1. Was für eine gute Geschichte über den Wind, wunderbar hast du das erzählt. Ich musste griinsen als ich Nachbar Manfred hinter seinem Müll herlaufen sah, konnte mir Tante Emma mit Korb und Kopftuch vorstellen und bin nun selbst gespannt, wie der Wind entsteht.
    Dann will ich gleich mal weiterblättern.
    Hatte ein nicht sehr schöne Woche, aber nun geht es wieder und deshalb freue ich ganz besonders diese schöne Geschichte hier vorzufinden. Mal sehen wies weiter geht,

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