Samstag, 12. Oktober 2013

Der Igel Peter braucht eine Brille (Fortsetzung)

„Mama, du wirst es nicht glauben“, rief Nina. „Wir haben auf dem Spielplatz einen Igel getroffen. Die Igelfrau sucht für ihren Mann eine Brille, weil der nicht mehr so gut sehen kann. Kannst du eine Brille machen für den Igel?“
„Eine Brille, für einen Igel? Na, das ist ja mal ganz was anderes“, meinte Mama. „Wenn ich morgen zur Arbeit gehe, dann nehme ich deinen Stoffigel mit. Dann kann ich an ihm Maß nehmen.“
Damit war Nina zufrieden. Sie lief gemeinsam mit Lena wieder zum Spielplatz zurück.
„Ich habe meine Mama gefragt“, sagte Nina, „sie wird eine Brille für deinen Mann anfertigen. Komm doch übermorgen um 15 Uhr wieder hier her. Dann ist sie bestimmt fertig.“
Zwei Tage später stand Nina mit einer Brille auf dem Spielplatz. Mama hatte dicken Draht gebogen, so war eine Fassung entstanden, in die zwei winzigkleine Brillengläser passten. Und Bügel hatte die Brille natürlich auch. Beim Stoffigel saß sie perfekt. Jetzt musste sie nur noch Peter passen.
 Heidi kam aus ihrem Versteck und Nina übergab stolz die Brille, die ihre Mama perfekt hinbekommen hatte. Heidi bedankte sich und lief schnell zu ihrem Mann zurück.
„Peter, Peter!“, rief sie ihm zu. „Schau nur, was ich dir mitgebracht habe.“
Peter sah seine Heidi in Windeseile auf sich zukommen. Doch was hielt sie da nur in der Pfote. Er konnte es auf diese Entfernung nicht erkennen.
Heidi war bei ihrem Mann angekommen und überreichte ihm feierlich die Brille. Da erst erkannte er, was sie bei sich trug.

Er probierte die Brille gleich auf und siehe da, sie war einfach perfekt. Und sie stand ihm ausgezeichnet. Peter griff zu seiner Zeitung und rief: „Hurra, jetzt haben die Buchstaben wieder die perfekte Größe und das Lesen wird mich nicht mehr so anstrengen.“

Dann nahm Peter seine Heidi in den Arm – aber ganz vorsichtig, um sich nicht gegenseitig zu pieksen – und gab ihr einen ganz dicken Dankeschön-Kuss.

© Martina Pfannenschmidt


1 Kommentar:

  1. Wie schön, nun kann der Peter wieder sehen, dank seiner Heidi, die das alles organisiert hat.
    A bisserl wie im richtigen Leben. Heute werde ich mal eine Mail schicken und bin gespannt, ob sie ankommt. Wünsche euch allen einen schönen Sonntag, kenne nun deine ganze Familie, habe im Internet geguckt und auch (man staune) ein Bild ist angekommen. Mit der kleinen Familie, die unter dir wohnt. Fröhliche Grüße,Lore

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