Montag, 16. September 2013

'Dingsda' sucht Gott (Fortsetzung)


Nach einem gemeinsamen Frühstück verabschiedete sich Dingsda von Jonathan und machte sich wieder auf den Weg. Er traf viele Tiere, doch keines hatte Gott gesehen.
In jeder Nacht bot ihm ein anderes Tier Unterschlupf. Zuletzt teilte ein Eichhörnchen seinen Kobel mit ihm. Doch auch das Eichhörnchen wusste nichts von Gott.
Am nächsten Tag erreichteminis-0164.gif von 123gif.de Download & Grußkartenversand  das Meer. Dingsda war von der Größe beeindruckt. Mindestens so groß müsste Gott auch sein, stellte er sich vor.                       
Dann kam eine sehr alte Schildkröte aus dem Meer direkt auf Dingsda  zu und fragte: „Na, kleine Maus, hast du dich verlaufen?“
„Nein“, antwortete Dingsda, „verlaufen habe ich mich nicht. Ich heiße Dingsda und suche Gott. Keiner kennt ihn. Aber ich hätte ihn so gern einmal gesehen. Weißt du, wo sich Gott versteckt?“
Da lachte die alte Dame, dass die Erde bebte.
Als sich die Schildkröte wieder beruhigt hatte, sagte sie geheimnisvoll: „Schau zum Meer. Was siehst du?“
„Wasser sehe ich“, sagte die Maus.
„Und jetzt schau nach oben“, forderte sie ihn auf. „Was siehst du dort?“
„Den Himmel“, antwortete das Mäuschen.                     
„Und wenn du mich ansiehst“, fragte Jolantha, „was siehst du dann?“             
„Na, dann sehe ich eine alte lahme Schildkröte“, war seine Antwort.
Dingsda wurde blass. Das hätte er nicht sagen dürfen. Jetzt war die alte Dame bestimmt beleidigt.
Doch Jolantha war sehr weise. Die Worte der kleinen Maus kränkten sie nicht. Im Gegenteil, sie lachte darüber.
„Wenn du das Meer siehst“, sagte sie dann, „oder den Himmel oder mich – einfach alles, die gesamte Natur, dann siehst du Gott. Alles zusammen, die ganze Schöpfung, das ist Gott. Du musst ihn nicht suchen. Er ist einfach überall. In allem, was du siehst, ist Gott.“
Da war Dingsda enttäuscht. Er hatte sich auf diese anstrengende lange Reise gemacht und Gott gesucht, dabei war er ständig von ihm umgeben. Warum war er nur so blind gewesen und weshalb wusste es niemand außer der Schildkröte?
Jolantha schien seine Gedanken lesen zu können und antwortete ihm, ohne dass er gefragt hatte: „Weißt du, nur wenige machen sich Gedanken darüber und deshalb konnte dir bisher niemand eine Antwort geben.“
So langsam begriff die minis-0164.gif von 123gif.de Download & Grußkartenversand die Worte der Schildkröte. Dann war ja auch er, Dingsda, göttlich. Er bedankte sich bei Jolantha und machte sich auf den Weg zurück nach Hause.
Als er wieder dort war, freute sich seine Familie.
„Und“, fragten sie ihn, „hast du Gott gesehen?“
„Ja“, sagte Dingsda, „doch jetzt bin ich müde und möchte schlafen. Morgen erzähle ich euch, was ich auf meiner Reise erlebt und wo ich Gott gefunden habe“.
Dann schlief er friedlich ein. (Ende)

© Martina Pfannenschmidt



Kommentare:

  1. Hallo Martina,
    eine tolle Geschichte - mit der man Kindern auch orima Gott erklären kann! Gefällt mir gut!

    Liebe Grüße
    famje

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  2. Liebe Martina,

    die Geschichte ist klasse, die Schildkröte sehr weise und ich freue mich, dass auch Dingsda begriffen hat, wo er Gott finden kann!

    Herzliche Grüße
    Regina

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    1. Bei manchen dauert es etwas länger, liebe Regina!
      Danke, dass du die Geschichte (noch einmal) gelesen hast :-)!

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