Sonntag, 21. August 2016

Brainstorming

Hinter dem Begriff verbirgt sich keine 'Erfindung der Neuzeit', auch wenn es auf den ersten Blick vielleicht so scheint. 
Welcher Gedanke steckt dahinter?
Bildergebnis für gifs menschengruppenIn einer Gruppe soll jeder seine Ideen äußern können ohne dabei unterbrochen oder gar kritisiert zu werden. Jede Idee, egal wie verrückt oder unrealistisch sie auch scheinen mag, ist willkommen. Man möchte so viele Vorschläge wie möglich sammeln. Dabei kommt es nicht auf die Qualität, sondern in erster Linie auf die Quantität an.  
Inzwischen gibt es aber auch Kritik an dieser Methode, denn Untersuchungen ergaben, dass im Vergleich die Ideen von Einzelpersonen oder Gruppen, in denen jeder zunächst für sich arbeitete, besser abschnitten.
Brainstorming: Nicht so effektiv, wie gedacht, dennoch beliebt.
Klar: Wer lässt sich schon gerne unterbrechen oder gar kritisieren!



Montag, 15. August 2016

Zweimal Spaghetti Carbonara?

Aus den Reizwörtern
Ponyhof – Triumph – heulen – demonstrieren – standesgemäß
haben 
und ich
eine Geschichte geschrieben.

pixelio.de/Ines Wehl



Paula stand vor ihrem Kleiderschrank, schnappte sich ihre Lieblingsjeans, eine leichte Bluse und einen Pulli, den sie sich um die Schultern legen wollte. Gegen Abend wurde es oft empfindlich kühl.
Babs, ihre beste Freundin, hatte sich telefonisch bei ihr gemeldet und ein Treffen in ihrer Lieblingspizzeria vereinbart. Bestimmt wollte sich Barbara bei ihr ausheulen. Das unerwartete Treffen hatte sicher mit Leo, ihrem Freund, zu tun. Paula konnte diesen Menschen nicht ausstehen. Er fühlte sich als etwas Besseres, nur weil seine Eltern ein großes Unternehmen führten. Paula hatte von Anfang an bemerkt, dass Leo sie als nicht standesgemäß betrachtete. Sie war eben nicht so reich, wie er. Aber das war Babs auch nicht.
Paula hatte sich schon daran gewöhnt, dass ihre Freundin ihm gegenüber immer Stärke demonstrierte. Doch Babs bemerkte gar nicht, wie sehr sie sich verändert hatte. Und das sagten alle anderen Freunde auch. Seitdem Barbara mit diesem Lackaffen zusammen war, hatte sie all ihre Träume und Ziele über den Haufen geworfen. Paula war sich sicher, dass Leo das als einen Triumph für sich verbuchte. Wahrscheinlich war dieser Schnösel noch stolz darauf, dass er einen derart großen Einfluss auf Babs nehmen konnte.
An diesem Abend würde sie ihrer Freundin ordentlich den Kopf waschen und ihr nahe legen, sich endlich von diesem Mann zu trennen. Das würde sicher nicht leicht werden, Babs davon zu überzeugen, dass dieser Schritt überfällig war,  doch manchmal stehen halt schwerwiegende Entscheidungen an. Nicht umsonst heißt es: Das Leben ist kein Ponyhof. Davon konnte Paula auch ein Lied singen – mit mehreren Strophen sogar. Außerdem war sie sicher, dass es keine wahre Liebe sein konnte zwischen den Beiden, wenn sich eine Seite so verbiegen musste.
Als Paula später in der Pizzeria saß und auf Barbara wartete, hatte sie sich all ihre Worte schon zurecht gelegt. Sie musste es einfach schaffen, ihrer Freundin den Spiegel vorzuhalten. Es wurde Zeit, dass Babs ihr Leben wieder selbst in die Hand nahm und nicht ein fremdbestimmtes Leben führte. Es musste ihr einfach gelingen.
Als sich die Tür öffnete, war Paula überrascht. Babs betrat den Raum in Jeans, Pulli und Turnschuhen und nicht wie sonst in einem Hosenanzug mit High Heels an den Füßen. Paula konnte sich eine Anspielung nicht verkneifen: „Gut siehst du aus, meine Liebe! Ich staune, dass Leo dir erlaubt hat, so das Haus zu verlassen.“
„Ich habe ihn gar nicht dazu befragt“, antwortete Babs, während sie ihre Freundin zur Begrüßung umarmte.
„Na, das ist ja schon mal ein guter Anfang“, meinte Paula, holte tief Luft und spulte alles ab, was sich in ihrem Kopf angesammelt hatte. Durch nichts und niemanden würde sie sich jetzt noch stoppen lassen: „Hör zu, Babs, du weißt, dass ich Leo nicht leiden kann. Aber noch weniger kann ich es leiden, wie er mit dir umgeht. Du lebst doch gar nicht mehr dein Leben, sondern seins. Du hast einfach aufgegeben, dein Leben so zu gestalten, wie du es dir aus tiefstem Herzen wünscht. Ich kenne dich, Babs. Du kannst mir nichts vormachen. Du bist nicht glücklich. Aber weißt du, du hast es selbst in der Hand, ein glückliches Leben zu führen. DU musst dir Ziele setzen und Schritte in diese Richtung gehen. Ich will auch nicht Leo die ganze Schuld in die Schuhe schieben, aber ich kann dir nur eines raten, Babs: Trenne dich von ihm und zwar so schnell wie möglich. Es liegt mir wirklich am Herzen, dass es dir gut geht. Du kannst sicher sein, dass ich nach der Trennung an deiner Seite stehen werde. Hörst du?! Ich werde deine Träume mit dir träumen, so wie früher. Du musst dich nur wieder daran erinnern, wer du eigentlich bist und was deine Träume sind. Ich habe den Eindruck, dass sie nichts mit dem zu tun haben, was du heute lebst. Frag dich mal, was dir wichtig ist im Leben! Was bringt dir wahre Freude? Es kann doch nicht das Geld sein, das Materielle, das Leo dir bietet. So bist du doch gar nicht. Er schränkt dich in deiner Freiheit ein, so dass du dich gar nicht entfalten kannst. Du lebst ein Leben wie in einem goldenen Käfig. Willst du das wirklich? Mensch, Babs, sag doch auch mal was.“
Babs saß ihr gegenüber und lachte laut los. „Was war das denn gerade? Hast du den Text auswendig gelernt? Meine Güte, ich kenne dich aber auch nicht wieder. Ich weiß, dass du Leo nicht leiden kannst. Daraus hast du nie einen Hehl gemacht. Aber meine Entscheidungen, die treffe ich immer noch selbst.“
„Tust du eben nicht“, fiel Paula Babs ins Wort.
„Was darf ich den Damen bringen?“, erkundigte sich Giovanni, der Kellner, und stellte gleich darauf fest: „Ihr wart aber lange nicht gemeinsam hier.“
„Siehst du“, triumphierte Paula, „sogar Giovanni hat es schon bemerkt.“
„Na, na, was soll das denn heißen, 'sogar Giovanni'“, erwiderte dieser und tat ein wenig beleidigt. Aber das war er natürlich nicht. „Wie immer?“, erkundigte er sich. „Zweimal Spaghetti Carbonara und für beide Damen einen Chianti?“
„Ja gerne“, antwortete Paula, während Babs zur gleichen Zeit: „Wir warten noch einen kleinen Moment“, sagte.
„Wie, wir warten noch, worauf denn? Doch nicht etwa auf Leo? Sag, dass das nicht wahr ist! Dieser Kasper kommt nicht auch hierher oder?!“
Noch bevor Babs darauf antworten konnte, schnappte Paula ihre Tasche und erhob sich. Sie wollte das Lokal umgehend verlassen. Es hatte einfach keinen Zweck. Babs würde nie merken, dass der Typ nicht zu ihr passt.
Im selben Moment betrat ein verdammt gut aussehender Italiener das Lokal und kam direkt auf ihren Tisch zu.
„Weißt du, Paula“, und Barbara wirkte bei den Worten ein wenig schadenfroh, „es ist wirklich nett von dir, dass du dich so sehr um mich sorgst. Doch auch du musst mir nicht sagen, wie ich mein Leben führen soll. Eigentlich wollte ich dir die ganze Zeit schon erzählen, dass ich mich von Leo getrennt habe." Mit einer Handbewegung in die Richtung des hübschen Italieners führte sie weiter aus: "Und dieser gut aussehende junge Mann hier neben mir ist der Grund dafür. Darf ich dir Francesco vorstellen.“
Völlig baff plumpste Paula zurück auf ihren Stuhl.



© Martina Pfannenschmidt, 2016


Und ab damit zu 
Elke!
meine laufende Linkparty:

Herzlich begrüße ich
Sophia!






Montag, 8. August 2016

Lavendel

Er verströmt einen wunderbaren Duft und ist in unserem Garten vielfach vertreten. Doch wusstet ihr, dass sich viele Geschichten und Sagen um den Lavendel ranken? Bei www.der-lavendel.de bin ich darauf gestoßen und möchte ein paar der Dinge, die ich dort über den Lavendel las, an euch weitergeben:
Bildergebnis für gifs kostenlos lavendelSeinen Namen bekam der Lavendel vom lateinischen Wort "lavare", was übersetzt so viel wie waschen bedeutet. Man verwendete den Lavendel als Badezusatz oder zum Waschen.
So ist zum Beispiel bekannt, dass schon im alten Ägypten die Toten mit dem ätherischen Lavendelöl einbalsamiert wurden. Man fand im Grabe des bekannten Pharaos Tut Anch Amun eine inzwischen über 3000 Jahre alte Salbe, die immer noch den Duft von Lavendel verströmt. Das finde ich schon sehr bemerkenswert!
Im alten Griechenland verwendete man ihn als Heilkraut bei Menstruationsbeschwerden, bei Insektenstichen oder bei Nierenbeschwerden. Noch heute ist bekannt, dass ein Säckchen gefüllt mit Lavendel bei Einschlafstörungen hilft.
Junge Damen schmückten früher z.B. ihr Dekolleté mit kleinen Lavendelkissen, damit die Herren auf sie aufmerksam wurden. Oder sie setzten der Tinte, mit der sie Liebesbriefe schrieben, Lavendelöl bei.
Der Lavendel soll den Start in etwas Neues, also zum Beispiel einen Umzug, eine Reise, eine Heirat, oder eine Geburt erleichtern. Der Lavendel sollte immer zu Beginn eines neuen Abschnittes verwendet werden, denn er gibt neue Kraft und Energie und trägt damit zu einem guten Gelingen bei. 
Im Laufe der Geschichte hat Lavendel Liebe, Zuneigung, Sauberkeit, Reinheit, Keuschheit, Schutz, Langlebigkeit, Anerkennung und Ausdauer symbolisiert.
Adam und Eva sollen angeblich Lavendel mit aus dem Garten Eden genommen haben.
Während der Römerzeit wurden Lavendelblumen für 100 Denare pro Pfund gehandelt, was ungefähr so viel war wie ein Monatslohn eines Landarbeiters oder 50 Haarschnitte bei einem Friseur.
Und was ich noch nie gehört habe: Der 46. Hochzeitstag wird auch Lavendelhochzeit genannt.



Montag, 1. August 2016

Am Meer

In diesen Tagen
endet bereits für einige ihr Urlaub –
für die anderen beginnt er gerade erst.
Viele zieht es in dieser Zeit ans Meer,
was mich zu der nachfolgenden Geschichte führte.
Viel Freude beim Lesen!


Madita spürte den warmen Sand unter ihren nackten Füßen, während sie intensiv die salzige Meeresluft einatmete. Einen Augenblick blieb sie stehen, um Kindern beim Suchen von Muscheln zuzuschauen. Dann bückte sie sich und nahm ein besonders ansprechendes Exemplar selbst in ihre Hand. Keine Muschel gleicht der anderen, ging ihr durch den Kopf, und doch haben sie alle etwas gemeinsam: Jede besitzt eine harte Schale und einen weichen Kern. Vielleicht sollte sie die Muschel als Erinnerungsstück mit nach Hause nehmen. Doch sie entschied anders. Eine Muschel gehört ans Meer. Vorsichtig legte sie das kleine Juwel zurück in den Sand.
Der Strandabschnitt, den sie nach ihrem langen Spaziergang erreichte, lag naturbelassen und in seiner ganzen Schönheit vor ihr. Eigentlich war es schade, dass nur so wenige Urlauber der Weg hierher führte. Madita setzte sich auf einen dicken Stein, der noch die Wärme ausstrahlte, die er im Laufe des Tages durch die Sonne getankt hatte.
Sie ließ ihren Blick über das smaragdgrün schimmernde Meer gleiten, das an diesem frühen Abend einem glatt polierten Spiegel glich. Am Horizont zogen weiße Schiffe dahin, die einen starken Kontrast zum Blau des Himmels bildeten. An diesem idyllischen Ort wollte sie einen Augenblick verweilen.
Die Luft war lau und kaum ein Blättchen rührte sich. Einzig ein paar Möwen kreischten, weil sie sich um eine Leckerei stritten. Die letzten Sonnenstrahlen tanzten auf dem Wasser zu einer Melodie, die wohl nur sie hören konnten. Madita wurde von einer inneren Ruhe erfasst, die ihr gut tat.
Ihr dreiwöchiger Urlaub auf dieser beeindruckenden Insel hatte sie zur Einkehr gebracht und ihr das Gefühl gegeben, bei sich selbst angekommen zu sein. Während sie die aufkommende leichte Meeresbrise genoss, dachte sie darüber nach, wie schwierig es oft ist, seine Gedanken auszuschalten und auch auszuhalten; besonders dann, wenn sie um ein Thema kreisen, wie in diesem Augenblick die Möwen über ihrer Beute.
Gedanken! Das Wort ist nicht nur mit dem Denken verwandt, sondern es versteckt sich noch ein anderer Begriff sehr deutlich darin: Danken nämlich! Denken und Danken – diese beiden Ausdrücke unterscheiden sich nur durch einen einzigen Buchstaben.
Das Meer, das so friedlich vor ihr lag, blieb unbeeindruckt von ihren Gedanken, aber auch vom Raum und der Zeit. In 100 Jahren ist es noch genau an dieser Stelle, an der es vor Jahrmillionen entstanden ist. Das Leben in ihm veränderte sich allerdings ständig. Von einigen wenigen Exemplaren einmal abgesehen, würde kaum eines der heute darin lebenden Tiere das Meer in dieser fernen Zeit noch besiedeln.
Die Vielzahl und Anzahl der Fische und Säugetiere in den Ozeanen und Meeren dieser Welt überstieg Maditas Vorstellungskraft. Das galt ebenso für die Zahl der auf diesem Planeten lebenden Menschen: Über sieben Milliarden – eine wahrhaft gigantische Zahl. Doch auch für uns Menschen gilt das gleiche Gesetz wie für die Tiere an Land und im Meer: In 100 Jahren sind wir - bis auf wenige Ausnahmen - ALLE nicht mehr hier!
Ihr kam der Gedanke, dass im Angesicht der Unendlichkeit 100 Jahre nicht einmal ein Sandkorn im Stundenglas der Ewigkeit ist und wie schnell der Mensch vergisst, dass er nur ein Gast auf Erden ist und über keinen bleibenden Wohnsitz auf dem blauen Planeten verfügt. – Ihr kamen Worte in den Sinn, die dies untermauern: ‚Du kamst, du gingst mit leiser Spur, ein flücht´ger Gast im Erdenland. Woher? Wohin? Wir wissen nur - aus Gottes Hand in Gottes Hand.’
Madita fühlte eine große Ehrfurcht vor der Schöpfung. Wie klein sie war in Anbetracht der Größe des Meeres und doch fühlte sie sich mit ihm verbunden und als Teil eines großen Ganzen.
Eine leichte Wehmut stellte sich ein, als sie daran dachte, dass ihr Urlaub morgen zu Ende ging. Andererseits freute sie sich sehr auf ihr Zuhause. Nirgendwo auf der Welt fühlte sie sich geborgener und glücklicher. Zu Hause – das war mehr als vier Wände und ein Dach über dem Kopf. Es war auch mehr, als der Platz, wo das Bett stand – viel mehr. Bei dem Wort stieg ein Gefühl von Geborgenheit und Liebe in ihr auf. Zu Hause – das hatte etwas von Angekommensein.
Ein kleines Wölkchen setzte sich vor die Sonne und warf seinen Schatten auf die Erde, was Madita aus ihren Gedanken riss. Langsam erhob sie sich, um den Rückweg anzutreten. Die Zeit war gekommen, sich von der Insel zu verabschieden.
© Martina Pfannenschmidt, 2016 


Auch diese Geschichte
geht zu Elke -


Mittwoch, 27. Juli 2016

Kindergarten-Liebe



Gestern hab ich von einer zuckersüßen Mini-Kindergarten-Liebesgeschichte erfahren. Klar, dass ich sie nicht für mich behalten kann. :- )

Da ist Lucie. Sie ist 4 Jahre alt und besucht den Kindergarten – genau wie Paul und Anton. Zwischen Lucie und Paul hat sich nun eine kleine Liebesgeschichte entwickelt. Wann immer sie sich begegnen, herzen sie sich. Soweit - so gut! Da gibt es nur ein Problem: Paul und Anton sind Zwillinge! Kommt Lucie nun einer der Jungs entgegen, fragt sie: Bist du Paul? Bekommt sie ein ‚Ja’, fallen sich die zwei Verliebten in die Arme. Bekommt sie ein 'Nein', dreht sie sich auf dem Absatz um. Lucies Problem: Sie kann die beiden eineiigen Zwillingen nicht voneinander unterscheiden. Verliebt ist sie aber nur in Paul! Ist das nicht schön?!


Montag, 25. Juli 2016

Karmin

Manchen Vätern gefällt es nicht, wenn ihre Töchter beginnen, sich zu schminken. Knallroten Lippenstift finden sie gar nicht toll – zumindest an ihren Töchtern :- )!
Wenn die Väter dann sagen: "Weißt du eigentlich, dass Läuseblut darin enthalten ist?", denken die Mädchen vielleicht: "Das sagst du doch nur, damit wir ihn nicht mehr benutzen." 
Lippenstift bilderDoch wie so oft im Leben: Papa hat recht :-)! 
Echtes Karmin oder Karminsäure befindet sich aber nicht nur in Lippenstiften und Shampoos, sondern auch in etlichen Lebensmitteln. Z. B. in Joghurts, Süßigkeiten und Getränken. Es wird dort als echte Lebensmittelfarbe eingesetzt.
Karmin wird aus den befruchteten Weibchen einer Laus gewonnen. Diese lebt auf einer bestimmten Kaktusart in Mexiko und Peru. Die Läuse, die von den roten Kaktusfrüchten fressen, werden getrocknet, pulverisiert und als roter Farbstoff isoliert.
Echtes Karmin wird auch gerne unter der Bezeichnung E120 eingesetzt. Inzwischen wird es auch synthetisch hergestellt, was sich auch nicht wirklich lecker anhört. Man findet es unter der Bezeichnung E124 in den Lebensmitteln.
Übrigens: Wenn ich irgendwann mal einen Joghurt finde, auf dem vorne ‚Veggie’ und hinten E120 steht, werde ich es euch wissen lassen! :-)

Na dann: Guten Appetit!


Donnerstag, 21. Juli 2016

Schwätzer

Sprechen cliparts

Gestern stand er an der Käsetheke neben mir – der klassische Schwätzer. Er gab Kommentare zu allem und jedem – ungefragt und ausschweifend natürlich. Weder die anderen Kunden noch die Verkäuferin waren an seinen Aussagen interessiert, was man an dem Gesichtsausdruck der Anwesenden gut ablesen konnte. Diese Menschen sind echt anstrengend.

Es wird erzählt, dass ein als Schwätzer bekannter Mann zu Sokrates kam, um sich von ihm in die Kunst der Rhetorik einführen zu lassen. Sokrates soll von ihm das doppelte Honorar gefordert haben und zwar mit der Begründung, dass er dem Mann sowohl das Sprechen, als auch das Schweigen beibringen müsse!

Die Rhetorik lehrt uns, wie man mit Worten und nicht mit Taten und schon gar nicht mit Gewalt überzeugt. Wer allerdings ununterbrochen redet, wird sein Gegenüber eher nerven als überzeugen. Außerdem könnte man den Eindruck gewinnen, dass der Redner sich keine Zeit nimmt, um zuerst einmal über das nachzudenken, worüber er spricht.
Mit dem Blick auf die Weltlage kann man nur hoffen, dass all die ‚Macher’ sich ein Schweigen verordnen und sich in die Stille begeben, um ihre Gedanken zu ordnen!

Am Schluss möchte ich mich sehr herzlich für all eure liebenswerten Kommentare zu meiner letzten Geschichte bedanken – und wenn es hier in den nächsten Tagen wieder still wird, wisst ihr ja, was ich tue! :- )